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Corona-Tagebücher

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Premieren

Do ◊ 22.10.2020
Junges Theater Regensburg

Das verrückte Wohnzimmer
von Vincent Lagasse
Wiederaufnahme

Do ◊ 22.10.2020
Nationaltheater Mannheim

Kohlhaas
von Heinrich von Kleist/ Marco Baliani/ Remo Rostagno
Wiederaufnahme

Sa ◊ 24.10.2020
Theater 7ieben&7iebzig

Zwei Monster
von Gertrud Pigor
Premiere

Sa ◊ 24.10.2020
Teatr Kameralny w Bydgoszczy

Schlafen Fische?
von Jens Raschke
Premiere

Do ◊ 29.10.2020
Theater Lüneburg

Kommt eine Wolke
von Jens Raschke
Premiere

Fr ◊ 30.10.2020
Staatstheater Wiesbaden

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute
von Jens Raschke
Wiederaufnahme

» alle Premieren
Premiere 26.9.2020
Staatstheater Darmstadt
Kammerspiele

Schaf

von Sophie Kassies

Ein Schaf liegt mit den anderen Schafen auf der Wiese, schläft, frisst – kurz: tut, was ein Schaf eben so tut, also nicht sehr viel. Eines Tages aber kommt ein Prinz auf die Wiese, der kein Prinz sein will. Er hat Angst, nicht die richtigen Sachen zu beschließen und die Menschen arm und unglücklich zu machen. Darum will er seine Krone verschwinden lassen – als das Schaf ihm verspricht, ihn nicht zu verraten, sagt er: „Schaf, du bist mein Freund.“ Und damit fängt die Geschichte erst so richtig an, denn: Ein Freund braucht einen Namen, damit man ihn rufen kann, wenn man ihn braucht, damit man ihn zwischen den anderen (Schafen) findet. Das Schaf aber hat keinen Namen, es heißt einfach „Schaf“. Wie alle anderen Schafe auch. Jetzt, wo es einen Freund hat, will es „nicht mehr ein Schaf unter Schafen“ sein, sondern „ein spezieller Jemand“. Einer, der einen Namen hat. Schaf zieht also los, einen Namen zu finden – und erlebt allerhand merkwürdige und aufregende Dinge. Am Ende bekommt es eine Schachtel mit einem Namen darin. Die anderen Schafe protestieren: „Wir heißen Schaf. Wir heißen alle Schaf, und das ist gut so.“ Das Schaf fragt sich plötzlich, was es ist, wenn es kein Schaf mehr ist. Und findet heraus, dass das Leben auch lohnt, wenn man nichts Besonderes ist.
Eine sehr schöne Geschichte über ein Schaf, das eine Identität sucht und sich selbst findet, eingebettet in die wunderbaren Kompositionen von Purcell, Händel und Monteverdi.

www.staatstheater-darmstadt.de/veranstaltungen/schaf.539/

Weitere Premieren