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Aktuelles

Betriebsferien

Wir sind weg zwischen 13. und 24. August » mehr

Ausgezeichnet!

Preise, Nominierungen, Auswahllisten » mehr

Ralf-Günter Krolkiewicz: Fluchthut

Werkstattinszenierung in der neuen Studiobühne TWM » mehr

Eigenwilliger Buchkünstler

Wolf Erlbruch wird 70 » mehr

Korbinian – Paul-Maar-Preis für junge Talente 2018

Unser Autor Jens Raschke wurde für seinen Debütroman „Schlafen Fische?“ ausgezeichnet » mehr

1. Preis beim Coburger Forum für junge Autoren

Unser Autor Olivier Sylvestre überzeugt die Jury mit „Das Gesetz der Schwerkraft“ » mehr

Wim Wenders: Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes

Ab 14. Juni in den Kinos – „Franziskus steht Kopf“ schon jetzt bei uns » mehr

Neue Autorin: Astrid Saalbach

Das auf Deutsch vorliegende Werk der dänischen Autorin ist ab sofort beim Theater­stück­verlag verfügbar » mehr

70 Jahre Israel

Am 14.5.1948 wurde das Land im Nahen Osten gegründet » mehr

Junges Musiktheater

mit „Romeo & Zeliha“, „Jupp – Ein Maulwurf auf dem Weg nach oben“ u.v.m. » mehr

Kampf für Gleichberechtigung

Am 8. März ist Internationaler Frauentag » mehr

Erfolge bei Kaas&Kappes 2018

Auszeichnungen für Schönfelder und van Klaveren » mehr

„Die Autorenflüsterin“

SZ-Porträt von Brigitte Korn-Wimmer » mehr

Premieren

Sa ◊ 25.8.2018
AktionsTheaterKassel

7 Kurzdramen aus der GEGEN-Trilogie
von Esteve Soler
Premiere

Fr ◊ 14.9.2018
Württembergische Landesbühne Esslingen

Cyrano
von Edmond Rostand/ Jo Roets/ Greet Vissers
Premiere

Fr ◊ 14.9.2018
Vorarlberger Landestheater

Die Zweite Prinzessin
von Gertrud Pigor
Premiere

Sa ◊ 15.9.2018
Theater Osnabrück

Kommt eine Wolke
von Jens Raschke
Uraufführung

So ◊ 16.9.2018
Schauspiel Frankfurt

Zwei Monster
von Gertrud Pigor (frei nach David McKee)
Premiere

Fr ◊ 21.9.2018
Landestheater Linz

Noah und der große Regen
von Franziska Steiof
Österreichische Erstaufführung

Do ◊ 27.9.2018
TaO! Graz

Heute ist ein guter Tag
von Ann-Christin Focke
Uraufführung

Sa ◊ 29.9.2018
Theater Heilbronn

Netboy
von Petra Wüllenweber
Premiere

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Szenische Lesung 28.2.2018
Stadt- und Kreisbibliothek „Edlef Köppen“
Genthin

Risse in den Wörtern

von Rike Reiniger

Sascha, ein suspendierter Soldat, ist vorgeladen, um vor einer Untersuchungskommission zu einer Dienstpflichtverletzung auszusagen, der er sich während seines Afghanistan-Einsatzes schuldig gemacht haben soll. Die Antworten der Figur auf die Befragung entwickeln folgenden Konflikt:
Während der praktischen Ausbildung und politischen Schulung tauchen Fragen auf, die alle gleichermaßen mit „Verteidigung unserer Werte“ (nicht) beantwortet werden. Beim Einsatz in Afghanistan gerät Sascha in ein Gefecht, in dessen Verlauf ein deutscher Soldat und ein Taliban ums Leben kommen. Während der Ehrenwache für den toten Freund stellt Sascha sich den anderen Toten vor. Auf Anordnung des verbündeten afghanischen Dorfvorstehers, liegt der Leichnam als Drohung an die Taliban und ihre Sympathisanten unbestattet auf dem Marktplatz. Sascha klammert sich an die Rede von der „Verteidigung unserer Werte“. Welche Werte sind das? Sascha denkt an die Würde des Menschen, die unantastbar ist und doch von dem verbündeten Dorfvorsteher ignoriert wird.
Im Bewusstsein, dass daraus ein Machtkampf mit dem Dorfvorsteher und also auch eine Gefahr für das eigene Camp entstehen könnte, nimmt Sascha sich trotzdem einen Wagen, fährt zum Dorf, lädt den Leichnam auf und bringt ihn zum Friedhof. Bevor er ihn bestatten kann, wird er gestellt, vom Dienst suspendiert und nach Hause geschickt.
Sascha gibt die Dienstpflichtverletzung unumwunden zu. Seine Entlassung akzeptiert er als Folge einer Handlungsweise, die für ihn notwendig war, um dem Tod des Freundes eine Spur von Sinn zu geben. Nur langsam versteht er, dass die Kommission gar nicht vorhat, ihn zu verurteilen. Sie beschließt, dass es sich bei der Dienstpflichtverletzung um eine Belastungsreaktion auf das traumatische Ereignis handelt. Damit zieht sie Sascha den Boden unter den Füßen weg. Nicht nur dem Tod des Freundes, auch seinem eigenen Leben wird so Sinnhaftigkeit verweigert.
Verzahnt ist Saschas Erzählung sowie sein Schlussplädoyer mit Zitaten Edlef Köppens, vor allem aus dessen bekanntestem Roman ‚Heeresbericht‘. Auch Köppen war Soldat, zog wie so viele seiner Generation 1914 sogar mit großer Überzeugung in den Ersten Weltkrieg. Als er jedoch gegen Kriegsende die Sinnhaftigkeit des ganzen Unterfangens infrage stellte, wurde auch er für verrückt erklärt und eingewiesen. Dabei war für Köppen doch alles ganz einfach: „Ich bin nicht zu bedauern, ich bin nicht krank, ich bin nicht verrückt, ich will nicht entschuldigt werden, ich sage Ihnen, ich weiß, was ich tue. Es geht um nichts anderes als darum, zu sagen: Ich, ich, ich mache den Krieg nicht mehr mit. Ich mache den Krieg nicht mehr mit.“

www.bibliothek-genthin.de/veranstaltungen/7/1941763/2018/02/28/szenische-lesung-%E2%80%9Erisse-in-den-w%C3%B6rtern%E2%80%9C.html

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