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Fußball WM 2018

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Auszeichnung für Mirjam Pressler

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Premieren

So ◊ 25.6.2017
Volkstheater Rostock

Moby Dick
von Melville, Schäffler & Ensemble
Premiere

Fr ◊ 14.7.2017
Theater Ansbach

Cyrano
von Edmond Rostand/ Jo Roets/ Greet Vissers
Premiere

Sa ◊ 26.8.2017
moks am Theater Bremen

Flo und das Geheimnis der schwarzen Schmetterlinge
von Theo Fransz
Uraufführung

Di ◊ 29.8.2017
LB Sachsen

Die Kuh Rosmarie
von Andri Beyeler
Premiere

Sa ◊ 2.9.2017
Theater Naumburg

Der Blaue Stuhl
von Claude Boujon/ Julius Jensen
Premiere

Sa ◊ 16.9.2017
theater katerland / bravebühne

Die Zweite Prinzessin
von Gertud Pigor
Schweizer Erstaufführung

Do ◊ 21.9.2017
Kulturwerk MSH gGmbH

Lust oder Liebe?
von David S. Craig, Robert Morgan
Premiere

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Premiere 6.5.2017
Theatergilde Louisenlund

Staatsfeind Kohlhaas

von István Tasnádi

Das Dilemma des Pferdehändlers Michael Kohlhaas ist bekannt: Auf der Durchreise nach Leipzig wird er von den Leuten des Junker von Tronka aufgehalten. Neuerdings braucht er einen Passierschein. Als Pfand hinterlässt Kohlhaas seine beiden besten Pferde und beauftragt seinen Knecht Herse, sich um die Pferde zu kümmern. In Dresden erfährt Kohlhaas jedoch, dass dieser Passierschein reine Willkür war. Als er auf die Tronkenburg zurückkehrt, findet er seine Pferde misshandelt vor. Kohlhaas Rechtsgefühl ist aufs Empfindlichste gekränkt. Trotz wiederholter Klagen auf legalem Weg, wird ihm sein Recht auf Wiedergutmachung verweigert. Als seine Frau bei dem Versuch Unterstützung beim Kurfürsten zu erhalten, erschlagen wird, beginnt er einen blutigen Rachefeldzug.

Was passiert jedoch wenn nicht mehr Kleist erzählt, wie sein Rosshändler Michael Kohlhaas radikal Selbstjustiz verübt, sondern die beiden geschundenen Pferde, die ihren Besitzer überhaupt erst in die Raserei getrieben haben? "Staatsfeind Kohlhaas" erzählt den großen Mythos um Recht und Gerechtigkeit einmal ganz anders, nämlich aus der Sicht einer Stute und eines Deckhengsts, die zurückgelassen auf der Tronkenburg so einige Quälereien über sich ergehen lassen müssen. Völlig unterernährt stellen sie sich wieder und wieder Wettrennen, werden geschlagen und verprügelt und erkennen schließlich, dass sie zwar Aufhänger aber eben doch nicht Mittelpunkt des Geschehens um sie herum sind. Eine Kohlhaas-Variante mit dem nötigen Zeitgeist, die zwar das Gleiche erzählt, aber auf eine ganz neue und innovative Art und Weise. Denn die beiden Zugpferde der Handlung können nicht nur sprechen, sie können auch tanzen, steppen und Beziehungskämpfe ausfechten. Das ganz normale Leben also, während die Welt draußen völlig aus den Fugen gerät. Der zynische Blick von Außen, den die beiden Klepper auf das Geschehen nehmen, gibt den existentiellen Fragen der Kleistschen Novelle nach Recht und Gereichtigkeit den nötigen Witz und Esprit. Ein überaus sinnliches Stück, das die Kohlhaas-Handlung mit Leichtigkeit und Humor anreichert ohne ihr dabei ihre Tiefe und Ernsthaftigkeit zu nehmen.

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