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Aktuelles

Spielarten NRW

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„Wir plädieren für das Werk“

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„Das kürzere Leben des Klaus Halm“

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Ausblick auf die Spielzeit 2017/18

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Fußball WM 2018

zwei Stücktipps » mehr

Premieren

Do ◊ 19.10.2017
Kulturwerk MSH gGmbH

Lust oder Liebe?
von David S. Craig, Robert Morgan
Premiere

Do ◊ 19.10.2017
Studiobühne der twm

Am Feuer
von Lukas Holliger
Werkstattinszenierung

Do ◊ 19.10.2017
Gostner Hoftheater

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute
von Jens Raschke
Premiere

So ◊ 22.10.2017
Landestheater Schwaben

Schlafen Fische?
von Jens Raschke
Premiere

So ◊ 22.10.2017
Landestheater Linz

Schaf
von Sophie Kassies
Österreichische Erstaufführung

Di ◊ 24.10.2017
Theater Skyline

4YourEyesOnly
von Esther Rölz
Premiere

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Premiere 19.5.2017
Allgemeine Musikschule
CH-Muttenz

Tannöd

von Andrea Maria Schenkel, Maya Fanke, Doris Happl

"Ein Ort, unendlich öde und einsam, ein paar Tannen, ein Gehöft, sonst nichts. Tannöd, ein vergessener Winkel im Niemandsland, weitab vom nächsten Dorf und den nächsten Nachbarn. Die Danners, seine Bewohner sind eigenbrötlerische, mürrische Menschen, die sich außerhalb der Dorfgemeinschaft eingerichtet haben. Doch dann dringt seit Tagen kein Lebenszeichen mehr von Tannöd ins Dorf, nur der Hund kläfft. Im Heu, im Bett, in der Kammer werden die Leichen der Danners geborgen: der Bauer, seine verhärmte Frau, die Tochter mit den beiden Kindern, die neue Magd - ermordet mit einer Spitzhacke. Vom Mörder fehlt jede Spur. Nur der Zuschauer nimmt ihn wahr: Ohne seine Identität ausmachen zu können, durchwandert er gemeinsam mit ihm das Stück, sieht ihm bei seinen alltäglichen Verrichtungen zu, beobachtet, wie sich das Verbrechen seinen Weg bahnt, und schaudert vor der Gewöhnlichkeit, die das Leben des Täters vor und nach dem Mord annimmt. Der Mord aber fungiert als Katalysator, um ein viel tieferliegendes, verschüttetes Geheimnis an die Oberfläche zu holen. Die Familiengeschichte der Danners endet nicht nur mit dem tragischen Tod aller ihrer Mitglieder, sondern enthüllt tabuisierte, grausame Ereignisse der Vergangenheit, die von den Dorfbewohnern zwar nicht akzeptiert, aber geduldet worden sind.
Schenkels Entscheidung, das Geschehen in die 50er Jahre zu versetzen, verstärkt die Atmosphäre verdrängter Taten, sie lässt politisch werden, was als private Tragödie hätte abgetan werden können. Blutbad und Familiengschichte rekonstruiert sie mosaikartig aus ineinander verschnittenen Berichten der Dorfbewohner, inneren Monologen und realistischen Betrachtungen der Geschehnisse. Alle kommen zu Wort, auch der Mörder. Die einzelnen Stimmen mischen sich zu einem Chor aus Lebenden und Toten, Schuldigen und Unschuldigen, Tätern und Opfern, wobei ein deutige Zuweisungen im Verlauf der Geschichte immer schwerer fallen. Schenkel zeichnet mit brillanter Sprache präzise die Wirklichkeit nach. Angeekelt und fasziniert zugleich verfolgen wir die Weltabgewandtheit, Bigotterie und blinde Obrigkeitstreue, die die Figuren deformieren, ihre Lebenswege bestimmen - und zwangsläufig ins Unglück führen." (Deutsches Schauspielhaus, Hamburg)
"Fanke und Happl haben den mehrfach preisgekrönten Roman-Bestseller 'Tannöd' von Andrea Maria Schenkel dramatisiert und in einen ungeheuer packenden Bühnenkrimi verwandelt." (Austria Presseagentur, 16.03.08)
"Dramaturgin Doris Happl und Regisseurin Maya Fanke haben das Gute wie Böse jeder Figur in allen Facetten seziert und die Finger auf die wunden Punkte in der scheinbar dörflichen Idylle gelegt." (Tiroler Tageszeitung, 17.03.08)
"Die dichte und mit viel Applaus bedachte Inszenierung machte deutlich: Jenes Ineinandergreifen zwischen Zeugenaussagen, Erinnerungen der Opfer, Täterbeschreibungen, jenes eindringliche und schonungslose Porträt einer bigotten und wenig idyllischen Dorfgemeinschaft ist auch auf der Bühne vermittelbar." (Bayerische Staatszeitung, 20.03.08)

http://amsmuttenz.ch/kultur/veranstaltungen/theaterkurs/

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