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Aktuelles

Alle Jahre wieder … und dennoch immer anders!

Zwei Verlagsnachrichten mit neuen (und schon bekannten) kleinen und großen Stücken für die Weihnachtszeit » mehr

Preisregen für unsere Übersetzer*innen

Deutsche Jugendliteraturpreise und Primeurs-Übersetzerpreis » mehr

37 Millionen Infizierte

1. Dezember ist Welt-Aids-Tag » mehr

Erklär mir Italien!

Neues Buch von Roberto Saviano » mehr

„Schützengraben“ & „Kohlhaas“

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Welti-Preis für das Drama 2017

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Niedersächsischer Literaturpreis 2017

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Spielarten NRW

Das Kinder- und Jugendtheaterfestival auch mit unseren Stücken » mehr

„Wir plädieren für das Werk“

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„Die Autorenflüsterin“

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Ausblick auf die Spielzeit 2017/18

2018: 100 Jahre Ende Erster Weltkrieg » mehr

Fußball WM 2018

zwei Stücktipps » mehr

Premieren

Mo ◊ 18.12.2017
Landsbühnen Sachsen

Die Kuh Rosmarie
von Andri Beyeler
Premiere

Mi ◊ 20.12.2017
Opéra national du Rhin

Schaf
von Sophie Kassies
Franzöische Erstaufführung

Do ◊ 11.1.2018
Theater Bonn

Verschwunden
von Charles Way
Premiere

Do ◊ 11.1.2018
Theater Pforzheim

Shut up
von Jan Sobrie / Raven Ruëll
Deutsche Erstaufführung

Do ◊ 11.1.2018
Theader der Jugend

Die Weiße Rose (Auftragswerk)
von Petra Wüllenweber
Uraufführung

Sa ◊ 13.1.2018
Freilichtspiele Schwäbisch Hall

Abenteuer im Kühlschrank
von Roberto Frabetti
Premiere

Fr ◊ 19.1.2018
Staatstheater Braunschweig

Djihad
von Ismaël Saidi
Premiere

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Premiere 19.5.2017
Allgemeine Musikschule
CH-Muttenz

Tannöd

von Andrea Maria Schenkel, Maya Fanke, Doris Happl

"Ein Ort, unendlich öde und einsam, ein paar Tannen, ein Gehöft, sonst nichts. Tannöd, ein vergessener Winkel im Niemandsland, weitab vom nächsten Dorf und den nächsten Nachbarn. Die Danners, seine Bewohner sind eigenbrötlerische, mürrische Menschen, die sich außerhalb der Dorfgemeinschaft eingerichtet haben. Doch dann dringt seit Tagen kein Lebenszeichen mehr von Tannöd ins Dorf, nur der Hund kläfft. Im Heu, im Bett, in der Kammer werden die Leichen der Danners geborgen: der Bauer, seine verhärmte Frau, die Tochter mit den beiden Kindern, die neue Magd - ermordet mit einer Spitzhacke. Vom Mörder fehlt jede Spur. Nur der Zuschauer nimmt ihn wahr: Ohne seine Identität ausmachen zu können, durchwandert er gemeinsam mit ihm das Stück, sieht ihm bei seinen alltäglichen Verrichtungen zu, beobachtet, wie sich das Verbrechen seinen Weg bahnt, und schaudert vor der Gewöhnlichkeit, die das Leben des Täters vor und nach dem Mord annimmt. Der Mord aber fungiert als Katalysator, um ein viel tieferliegendes, verschüttetes Geheimnis an die Oberfläche zu holen. Die Familiengeschichte der Danners endet nicht nur mit dem tragischen Tod aller ihrer Mitglieder, sondern enthüllt tabuisierte, grausame Ereignisse der Vergangenheit, die von den Dorfbewohnern zwar nicht akzeptiert, aber geduldet worden sind.
Schenkels Entscheidung, das Geschehen in die 50er Jahre zu versetzen, verstärkt die Atmosphäre verdrängter Taten, sie lässt politisch werden, was als private Tragödie hätte abgetan werden können. Blutbad und Familiengschichte rekonstruiert sie mosaikartig aus ineinander verschnittenen Berichten der Dorfbewohner, inneren Monologen und realistischen Betrachtungen der Geschehnisse. Alle kommen zu Wort, auch der Mörder. Die einzelnen Stimmen mischen sich zu einem Chor aus Lebenden und Toten, Schuldigen und Unschuldigen, Tätern und Opfern, wobei ein deutige Zuweisungen im Verlauf der Geschichte immer schwerer fallen. Schenkel zeichnet mit brillanter Sprache präzise die Wirklichkeit nach. Angeekelt und fasziniert zugleich verfolgen wir die Weltabgewandtheit, Bigotterie und blinde Obrigkeitstreue, die die Figuren deformieren, ihre Lebenswege bestimmen - und zwangsläufig ins Unglück führen." (Deutsches Schauspielhaus, Hamburg)
"Fanke und Happl haben den mehrfach preisgekrönten Roman-Bestseller 'Tannöd' von Andrea Maria Schenkel dramatisiert und in einen ungeheuer packenden Bühnenkrimi verwandelt." (Austria Presseagentur, 16.03.08)
"Dramaturgin Doris Happl und Regisseurin Maya Fanke haben das Gute wie Böse jeder Figur in allen Facetten seziert und die Finger auf die wunden Punkte in der scheinbar dörflichen Idylle gelegt." (Tiroler Tageszeitung, 17.03.08)
"Die dichte und mit viel Applaus bedachte Inszenierung machte deutlich: Jenes Ineinandergreifen zwischen Zeugenaussagen, Erinnerungen der Opfer, Täterbeschreibungen, jenes eindringliche und schonungslose Porträt einer bigotten und wenig idyllischen Dorfgemeinschaft ist auch auf der Bühne vermittelbar." (Bayerische Staatszeitung, 20.03.08)

http://amsmuttenz.ch/kultur/veranstaltungen/theaterkurs/

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