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Aktuelles

Das letzte Breitmaulnashorn

Vor einem halben Jahr verstarb Bulle Sudan » mehr

100 Jahre November 1918

Stückideen zum Ende des Ersten Weltkriegs » mehr

Mondscheiner

Andri Beyelers Stück gibts jetzt in überarbeiteter Neufassung auch im Printformat » mehr

Grund zum Feiern in 19/20

Drei runde Geburtstage in der kommenden Spielzeit » mehr

Zurück aus der Sommerpause

Die neue Spielzeit beginnen wir mit je zwei Ur- und Erstaufführungen » mehr

Ausgezeichnet!

Preise, Nominierungen, Auswahllisten » mehr

Eigenwilliger Buchkünstler

Wolf Erlbruch wird 70 » mehr

Korbinian – Paul-Maar-Preis für junge Talente 2018

Unser Autor Jens Raschke wurde für seinen Debütroman „Schlafen Fische?“ ausgezeichnet » mehr

1. Preis beim Coburger Forum für junge Autoren

Unser Autor Olivier Sylvestre überzeugt die Jury mit „Das Gesetz der Schwerkraft“ » mehr

Neue Autorin: Astrid Saalbach

Das auf Deutsch vorliegende Werk der dänischen Autorin ist ab sofort beim Theater­stück­verlag verfügbar » mehr

Junges Musiktheater

mit „Romeo & Zeliha“, „Jupp – Ein Maulwurf auf dem Weg nach oben“ u.v.m. » mehr

Erfolge bei Kaas&Kappes 2018

Auszeichnungen für Schönfelder und van Klaveren » mehr

Premieren

Do ◊ 27.9.2018
TaO! – Theater am Ortweinplatz

Heute ist ein guter Tag
von Ann-Christin Focke
Uraufführung

Sa ◊ 29.9.2018
Theater Heilbronn

Netboy
von Petra Wüllenweber
Premiere

Sa ◊ 29.9.2018
Junges Schauspielhaus

Liebe Grüße … oder Wohin das Leben fällt
von Theo Fransz
Wiederaufnahme

So ◊ 7.10.2018
Theater der Stadt Aalen

Die große Erzählung
von Bruno Stori
Premiere

So ◊ 7.10.2018
Theater Münster

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute
von Jens Raschke
Premiere

Mi ◊ 10.10.2018
Theater Ansbach

Name: Sophie Scholl
von Rike Reiniger
Premiere

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Türkische Erstaufführung 22.11.2017
Dostlar Tiyatrosu
Istanbul

Migraaaanten!

von Matéï Visniec

„Migraaaanten!“ ist eine schwarze Komödie über eine der schlimmsten Tragödien unserer Zeit.
Sie kommen aus Pakistan, Afghanistan, Somalia, Eritrea, Syrien, Libyen, Mali, Algerien, Marokko, Haïti, dem Irak und aus vielen anderen Orten, an denen das Leben nicht mehr mit der Idee einer Zukunft vereinbar ist. Es sind Millionen. Wie viele Millionen? Das weiß man nicht. Man nennt sie „Migranten“, und sie haben nur eines im Sinn: den festen Willen, nach Europa zu kommen. Im Zeitraum von nur fünf Monaten ist Europa in Panik geraten. Vor unseren Augen spielt sich eine menschliche Tragödie ab, des antiken griechischen Theaters würdig, bei dem der Mensch mit der unerbittlichen Kraft des Schicksals konfrontiert wird. Dieses Stück hat nur eines zum Ziel: die Gleichgültigkeit zum Stillstand zu bringen.
Der Text setzt sich aus verschiedenen Handlungssträngen zusammen, die alle mit Fliehenden zu tun haben. Da gibt es das Boot mit den Schmugglern und Flüchtlingen auf dem Mittelmeer, das Paar im Balkan, an deren Haus immer wieder Geflüchtete vorbeikommen, ein Präsident, der sich mit dem Thema auseinandersetzen muss, Kinder, die ohne ihre Eltern geflohen sind und nun von Menschenhändlern festgehalten werden, die Damen, die Anti-Immigrations-Technologie verkaufen, usw. Die einzelnen Episoden bleiben größtenteils unaufgelöst und halten die bedrohliche Stimmung über das Stück hinaus aufrecht. Dieses überzeugt inhaltlich in jedem Fall durch sein tagesaktuelles Thema. Die verschiedenen Handlungsstränge eröffnen aus unterschiedlichen Perspektiven Einsichten in das Leben der Fliehenden und ihre Schicksale. Dabei bleiben die Fliehenden als Figuren immer stumm und ängstlich hinter den anderen Figuren zurück. Vor allem die Polemik der Anti-Immigrations-Technologien erzielt die gewünschte Wirkung. Die Gesamtstimmung, die der Text hinterlässt, ist sehr beklemmend, vor allem da der Zuschauer bei vielen Geschichten in der Schwebe gelassen wird.

www.dostlartiyatrosu.com/tiyatro_oyunlar_gocmenleeeer.html

Weitere Premieren