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Aktuelles

Ausgezeichnet!

Preise, Nominierungen, Auswahllisten » mehr

Ralf-Günter Krolkiewicz: Fluchthut

Werkstattinszenierung in der neuen Studiobühne TWM » mehr

Eigenwilliger Buchkünstler

Wolf Erlbruch wird 70 » mehr

Korbinian – Paul-Maar-Preis für junge Talente 2018

Unser Autor Jens Raschke wurde für seinen Debütroman „Schlafen Fische?“ ausgezeichnet » mehr

1. Preis beim Coburger Forum für junge Autoren

Unser Autor Olivier Sylvestre überzeugt die Jury mit „Das Gesetz der Schwerkraft“ » mehr

Wim Wenders: Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes

Ab 14. Juni in den Kinos – „Franziskus steht Kopf“ schon jetzt bei uns » mehr

Neue Autorin: Astrid Saalbach

Das auf Deutsch vorliegende Werk der dänischen Autorin ist ab sofort beim Theater­stück­verlag verfügbar » mehr

70 Jahre Israel

Am 14.5.1948 wurde das Land im Nahen Osten gegründet » mehr

200. Geburtstag von Karl Marx

Der Vordenker des Kommu­nismus wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren » mehr

Junges Musiktheater

mit „Romeo & Zeliha“, „Jupp – Ein Maulwurf auf dem Weg nach oben“ u.v.m. » mehr

Kampf für Gleichberechtigung

Am 8. März ist Internationaler Frauentag » mehr

Erfolge bei Kaas&Kappes 2018

Auszeichnungen für Schönfelder und van Klaveren » mehr

„Die Autorenflüsterin“

SZ-Porträt von Brigitte Korn-Wimmer » mehr

Premieren

Sa ◊ 28.7.2018
Sandbox Collective

The Jazz Conductor (Der Jazzdirigent)
von Wolfgang Sréter
Szenische Lesung

Do ◊ 2.8.2018
Reha Özcan

Ruki (Zigeuner-Boxer)
von Rike Reiniger
Festival

Fr ◊ 10.8.2018
Theater Plauen Zwickau

Pinocchio
von Carlo Collodi/ Peter-Jakob Kelting/ Jürg Schlachter (Annette Pach)
Premiere

Sa ◊ 25.8.2018
AktionsTheaterKassel

7 Kurzdramen aus der GEGEN-Trilogie
von Esteve Soler
Premiere

Fr ◊ 14.9.2018
Württembergische Landesbühne Esslingen

Cyrano
von Edmond Rostand/ Jo Roets/ Greet Vissers
Premiere

Fr ◊ 14.9.2018
Vorarlberger Landestheater

Die Zweite Prinzessin
von Gertrud Pigor
Premiere

Sa ◊ 15.9.2018
Theater Osnabrück

Kommt eine Wolke
von Jens Raschke
Uraufführung

So ◊ 16.9.2018
Schauspiel Frankfurt

Zwei Monster
von Gertrud Pigor (frei nach David McKee)
Premiere

Fr ◊ 21.9.2018
Landestheater Linz

Noah und der große Regen
von Franziska Steiof
Österreichische Erstaufführung

» alle Premieren
Werkstattinszenierung 19.10.2017
Studiobühne der twm
München

Am Feuer

von Lukas Holliger

Um ein abendliches Lagerfeuer sitzen vier Figuren und führen ein Gespräch, dessen Repliken jedoch konsequent nur aus einzelnen Fragesätzen bestehen, sodass Meinungen und Ansichten der Figuren nie klar geäußert werden, sondern sich höchstens indirekt in Form von Suggestiv- oder spitzfindigen Gegenfragen äußern. Die „Konversation“ dreht sich zunächst um allgemeine Dinge wie die Gemütlichkeit eines Lagerfeuers oder den misslichen Umstand, an selbigem immer im Rauch zu stehen. Recht zügig kommen die Vier aber auf das eigentliche Thema des Abends zu sprechen, einen katastrophalen Unfall in einem Chemiewerk. Reihum diskutieren die vier Figuren die Umstände der Brandnacht, spekulieren über die Verantwortlichen und die sich bis heute hinziehenden Folgen für Mensch und Natur. Immer wieder mäandert der Gesprächsverlauf dabei auch davon, bald wird über mittelalterliche Strafen für das Vergiften von Brunnen gestritten, bald über bilateral-fragwürdige Beziehungen während der NS-Zeit.
Klug greift das Stück, ein Setzkastentext, in einem rasanten Fragenkatalog alle Aspekte einer Brandnacht auf, schreckt auch nicht davor zurück, Gerüchte und Verschwörungstheorien zu besprechen. Dabei werden geschickt historische Sachverhalte und tagesaktuelle Themen (z.B. die Flüchtlingskrise) mit eingebunden und in Relation gebracht. Durch seine vielen Gesichtspunkte und Fragen, auf die es keine Antwort gibt und wohl auch nicht geben kann, wirkt der Text sehr ausgewogen; er drückt dem Rezipienten keine Meinung auf, sondern lässt Raum für eigene Gedanken. Hier und da besticht das Stück sogar mit einem unaufdringlichen Humor, der das doch recht ernste Thema auflockert, ohne klamaukig zu wirken.

Wo liegen die Umrisse dieses Unglücks heute? Wer sitzt heute ‘am Feuer‘? Große Fragen zwingen das Theater oft zur Reduktion: Vier Stimmen rund um ein Feuer. Es ist das Feuer als erstes industrielles Werkzeug, es ist das Feuer des Prometheus, es ist das Feuer, um das wir sitzen, um uns zu wärmen, und es ist das Feuer, das wir Kultur nennen; es enthält alle folgenden Feuer, die damit assoziiert werden können und müssen. Vier Stimmen stellen brennende Fragen und jede Frage wirft neue Fragen auf. Es gibt kein Ende.

www.studiobühne.com/am-feuer

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