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Premieren

So ◊ 1.3.2020
Junges Theater Heidelberg

Die Flut
von Charles Way
Premiere

Di ◊ 3.3.2020
Mittelsächsisches Theater

Petty Einweg
von Jens Raschke
Premiere

Sa ◊ 7.3.2020
Staatstheater Kassel

Das Gesetz der Schwerkraft
von Olivier Sylvestre
Premiere

Sa ◊ 7.3.2020
Wuppertaler Kinder- und Jugendtheater

Zwei Monster
von Gertrud Pigor
Premiere

Do ◊ 19.3.2020
Theater Plauen Zwickau

Auf Eis
von Petra Wüllenweber
Premiere

So ◊ 22.3.2020
Junges Theater Heilbronn

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute
von Jens Raschke
Premiere

Sa ◊ 28.3.2020
Junges Theater Lörrach

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute
von Jens Raschke
Premiere

Do ◊ 2.4.2020
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

Der Reservist
von Thomas Depryck
Premiere

Fr ◊ 17.4.2020
Junges LT Linz

Die Weiße Rose
von Petra Wüllenweber
Premiere

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Deutsche Erstaufführung
Theo Fransz  Liebe Grüße … oder Wohin das Leben fällt
Theater der Jungen Welt, Leipzig

Im Zeitenwirbel

„Liebe Grüße … oder Wohin das Leben fällt“ von Theo Fransz bringt am Theater der Jungen Welt warmherzig drei Generationen zusammen
[… Es] werden zu Beginn die Zutaten für eine ganz normale Drei-Generationen-Familienseilschaft aufgefächert. Man glaubt sich zu kennen, jeder spielt routiniert seine Rolle, aber man lebt bei aller Zuneigung gehörig aneinander vorbei. Doch dann geraten die Gewissheiten ins Rutschen.
Als Moritz allein in der Wohnung sitzt, steht auf einmal ein gleichaltriger Junge in Cowboymontur vor ihm, der behauptet, dies sei seine Wohnung, in der er mit seiner Mutter lebe. Verrückt wird die Angelegenheit, als diese Mutter tatsächlich aus dem Nebenzimmer tritt.
Moritz wird von einem Zeitenwirbel hin und hergeworfen und puzzelt sich nach und nach die Umstände detektivisch zurecht. Hinweise gibt es: Der Junge trägt den Namen seines Vaters und feiert am gleichen Tag Geburtstag; dessen Mutter erinnert ihn irgendwie an seine eigene Oma; und sein Opa, den er nie kennengelernt hat, weist Parallelen auf mit dem Absender der Ansichtskarten, die im Haushalt dieser fremden Frau eine so bedeutende Rolle spielen.
[…] Vinnen als Zeitspringer Moritz bleibt zwar als Fixpunkt der gleiche, verschiebt aber den spielerischen Ausdruck schön: Erst reagiert er mit Abwehr auf die verwirrende Situation, verwandelt sich dann in ein einziges großes Fragezeichen und erklimmt schließlich mit sichtbar wachsender Souveränität die Sprossen der Erkenntnis. So lernt er die Vergangenheit von Vater und Oma kennen, auch das gut gehütete Geheimnis, das sich um seinen Großvater rankt – und hält damit den Schlüssel zum Verhalten von Vater und Oma in der Hand. Aus Wissen wächst Verständnis.
[…] So kann man die Inszenierung mit viel Freude als warmherzige, zauberhafte Zeitreise betrachten. Oder eben in ihrer Symbolik übersetzen: Wenn die Zeitreise nicht real stattfinden kann, dann zumindest in Gesprächen und durch Interesse an den Lebensgeschichten der anderen. Eine solche Reise, so die Botschaft, lohnt sich und schweißt zusammen.
Der niederländische Regisseur und Autor Theo Fransz hat das Stück 2018 im Dialog mit dem Ensemble des Jungen Schauspielhaus Zürich entwickelt und jetzt neu als deutsche Erstaufführung am TDJW erarbeitet. Entstanden ist ein kurzweiliges Familienstück, das Theaterzauber und Denkanstoß leichtfüßig verbindet.

Leipziger Volkszeitung 13.01.2020
http://www.lvz.de/Nachrichten/Kultur/Kultur-Regional/Theo-Fransz-bringt-drei-Generationen-im-Zeitenwirbel-zusammen

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