English    


Aktuelles

Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2019

Auszeichnung für Sonja Finck » mehr

Vor-/Gegen-/Andersdenker

Unsere Verlagsnachricht Schauspiel mit den Neuerscheinungen 2019/20 » mehr

Der Faust 2019

Nis Søgaards Inszenierung von ICH BIN KAIN für Deutschen Theaterpreis nominiert » mehr

Deutscher Musical Theater Preis 2019

Drei Nominierungen für Dean Wilmingtons DER REIGEN » mehr

Neue Stücke für 2019/20

Zurück aus der Sommerpause präsentieren wir unsere neusten Werke » mehr

150. Todestag

Alexandre Dumas verstarb am 5. Dezember 1870 » mehr

Pixeltänzer

Berit Glanz veröffentlicht ihren „Debütroman mit starken Ideen“ (Spiegel Online) » mehr

Auszeichnung für Andri Beyeler

SPRING DOCH mit dem CONTEMPO-Preis 2019 geehrt » mehr

Wolfgang Sréter in Prag

Debütroman „Milenas Erben“ im Literaturhaus vorgestellt » mehr

Eva Kleinitz gestorben

Die Intendantin der Opéra national du Rhin war erst 47 Jahre alt » mehr

Nah dran! 2019

Zwei unserer Autor*innen dürfen Projekt mit deutschen Theatern verwirklichen » mehr

Napoleonische Jubiläen

Der 250. Geburts- und 200. Todestag von Napoleon Bonaparte stehen bevor » mehr

Premieren

Do ◊ 26.9.2019
Theater Eisleben

Pfefferminztee auf dem Dach
von Berenika Szymanski
Uraufführung

Do ◊ 26.9.2019
Theater Dortmund

Name: Sophie Scholl
von Rike Reiniger
Premiere

Sa ◊ 12.10.2019
Staatstheater Mainz

Warum erst jetzt
von Liv Heløe
Lesung (in Auszügen)

Fr ◊ 25.10.2019
Theater Metronom

Die Unsterblichen
von Rike Reiniger/ Max Reiniger
Uraufführung

Do ◊ 31.10.2019
Theater Kanton Bern

Am Horizont
von Petra Wüllenweber
Schweizer Erstaufführung

Mi ◊ 6.11.2019
Origin Theatre

Rishi
von Kees Roorda
US-Erstaufführung

Sa ◊ 9.11.2019
Palms

Platz für den König
von Peter Rinderknecht/ Stephan Lichtensteiger
US-Erstaufführung

» alle Premieren
Premiere
Mark Wetter und Paul Steinmann  Jeda, der Schneemann
Frankfurt a. d. Oder

Vom Werden und Vergehen – Theater des Lachens zeigt im Frankfurter Kleist Forum „Jeda, der Schneemann“

Was für ein riesiger weißer Kissenberg! Dabei soll es hier gar nicht ums Schlafen gehen. Mitten in den Daunen ist Jeda, der Schneemann zu Hause, und die Kissen, ganz klar, das sind die Schneeberge. Genau besehen, sind es dann auch gar nicht mehr so viele: In der Mitte zum Beispiel hat sich schon der grüne Rasen hindurchgeschoben. Der Sommer kommt, und alle anderen Schneemänner sind geschmolzen und als kleine Tröpfchen in den Himmel aufgestiegen. Nur Jeda klammert sich noch ans kalte Sein: Unbedingt nämlich will er einmal den Sommer erleben.

Schon seit seiner Uraufführung 1986 in Zürich begeistert das von Mark Wetter und Paul Steinmann erdachte Theaterstück „Jeda, der Schneemann“ sein Publikum. Und Frankfurt (Oder), wo es das Theater des Lachens am Montagmorgen in Koproduktion mit dem Kleist Forum zur Premiere brachte, macht da keine Ausnahme.

Von der ersten Minute an wird in der ausverkauften Studiobühne des Kleist Forums gelacht, gekichert und leidenschaftlich in Richtung Schneemann gerufen. Der Spaß hat schon mit dem Kostüm [...] begonnen, das Arkadiusz Porada als Jeda trägt und dessen Möglichkeiten er mit allerlei Slapstick-Einlagen genüsslich ausschöpft. Unter einem langen weißen Bademantel versteckt er seinen Kugelbauch, den Kopf schützt eine weiße Badekappe.

Mitten in Jedas Gesicht prangt zudem eine orangefarbene Knubbelnase; Mohrrüben und Paprika von seinen schon geschmolzenen Kollegen – die ihn wegen seines Vorhabens übrigens alle für komplett verrückt erklärt haben – bewahrt er hingegen in einem riesigen Kühlschrank auf. Gleich neben dem tiefblauen Eistee, mit dem er sich „cool“ hält.

Stoppen kann Jeda den Verfallsprozess damit zwar nicht – aber hinauszögern. Und so geht er munter angeln, schwelgt in Erinnerungen an seine Freundin Auberginchen und träumt von einem geheimnisvollen Ei…

Dass es hier am Ende um nichts anderes geht, als das stete Werden und Vergehen, dem wir alle unterworfen sind, unsere Sehnsucht nach einem kleinen bisschen Ewigkeit, wird in der Inszenierung von Torsten Gesser für Kinder ab vier Jahren wohl eher dem großen Publikum bewusst. Dem kleinen bleibt die Freude an diesem Jeda, den Porada als charmanten Clown spielt, dem die Welt immer wieder aufs Neue ein Staunen abringt.

Märkische Oderzeitung 04.12.2018
http://www.moz.de/kultur/artikelansicht/dg/0/1/1695547/

Weitere Pressestimmen