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Napoleonische Jubiläen

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Premieren

Di ◊ 23.7.2019
Dehnberger Hof Theater

Pinocchio
von Carlo Collodi/ Peter‑Jakob Kelting/ Jürg Schlachter
Premiere

Fr ◊ 30.8.2019
Theatergruppe Schötz

Romeo und Julia
von William Shakespeare/ Magrit Bischof/ Werner Bodinek/ Ueli Blum
Premiere

So ◊ 1.9.2019
Theater der Altmark

Zwei Monster
von Gertrud Pigor
Premiere

Sa ◊ 21.9.2019
Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute
von Jens Raschke
Premiere

Do ◊ 26.9.2019
Theater Eisleben

Pfefferminztee auf dem Dach
von Berenika Szymanski
Uraufführung

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Uraufführung
Petra Wüllenweber 
Hildesheim

Restglühen

„Überfordert. Mit dem Leben an einem Punkt angelangt, wo es einfach nicht mehr weitergeht. Burnout ist zum gesellschaftlichen Thema geworden, das sich durch alle gesellschaftlichen Schichten zieht. Ob Top-Managerin, Kreativer, Hausfrau, Kassiererin oder Handwerker: Gemeinsam haben die Betroffenen, dass sie nicht mehr ein und aus wissen. Sie sind gefangen, auch im eigenen Anspruchsdenken an ihre Leistungsfähigkeit.

Als Petra Wüllenweber vor etwas mehr als einem Jahr die Anfrage von Jörg Gade, Intendant des Theater für Niedersachsen erhielt, ein Stück zum Thema Burnout zu schreiben und am TfN zu inszenieren, war ihr gleich klar, dass es sich dabei um eine große Herausforderung handelt. ‘Burnout ist seit einigen Jahren sehr präsent im Alltag. Jeder kennt mindestens einen Menschen, der in irgendeiner Form davon betroffen ist‘, erzählt sie. [...]

Und ebenso große wie die Verbreitung dieser Krankheit, die in manchen Publikationen gern und oft zu Unrecht als Modekrankheit betitelt wird, war auch die Recherche entsprechend umfangreich. ‘Ich musste klären, welche Form von Burnout gibt es? Wie reagieren Menschen auf die Symptome, wie gehen sie damit um?‘, sagt Wüllenweber und konzentrierte sich anschließend darauf, Menschen darzustellen, die noch am Anfang der Krankheit stehen. ‘In dieser Phase schaffen es viele noch, sich ihren Problemen zu stellen, weil sie nicht schon eine Ebene weiter, statt im Burnout bereits in der Depression sind.‘

Ihre Recherchen untermauerte Wüllenweber mit Gesprächen, die sie mit Therapeuten, Erkrankten und anderen Betroffenen führte. So wurde das Krankheitsbild immer klarer, die Personen, um die sich das Stück ‘Restglühen‘ drehen wird, nahmen Kontur an. Stück für Stück wurden die unterschiedlichen Krankheitsbilder der fünf Betroffenen auf der Bühne erarbeitet.

‘Den Zuschauern wird sich im Laufe der Inszenierung die Frage stellen, ob wir als Gesellschaft genauso weitermachen können, immer mit dem Risiko, dass Burnout sich noch weiter verbreitet, noch mehr Menschen an dieser Krankheit auch zerbrechen können‘, beschreibt Wüllenweber, die es aber trotz der ernsten Thematik schaffen will, die Theaterbesucher zum Schmunzeln zu bewegen. ‘Es sollte kein reines Problemstück werden. ‘Restglühen‘ spricht ein gesellschaftliches Problem an, ist aber zugleich spannend wie ein Krimi und humorvoll.‘ Es brauche, wie auch bei einem guten Essen, verschiedene Zutaten, damit es allen schmeckt.“ (Oliver Carstens)

www.citylight-news.de 06.05.2015

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