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Napoleonische Jubiläen

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Premieren

So ◊ 24.11.2019
Theater der Stadt Aalen

Zwei Tauben für Aschenputtel
von Catharina Fillers/ Stefanie Schnitzler
Premiere

Di ◊ 26.11.2019
DNT Weimar

Petty Einweg
von Jens Raschke
Uraufführung

Do ◊ 28.11.2019
Schauspielbühnen in Suttgart

Zwei Tauben für Aschenputtel
von Catharina Fillers/ Stefanie Schnitzler
Premiere

Do ◊ 28.11.2019
Hof-Theater Tromm

Der fabelhafte Kröterich
von Peter Hoffmann/ Kenneth Grahame
Uraufführung

Sa ◊ 30.11.2019
La Grenouille – Theater­zentrum junges Publikum

Sternenstaub
von Charles Way
Uraufführung

Sa ◊ 30.11.2019
Theater Altenburg Gera

Ox & Esel
von Norbert Ebel
Premiere

Fr ◊ 6.12.2019
Musiktheater im Revier

Perô oder die Geheimnisse der Nacht
von Guus Ponsioen/ Michel Tournier
Premiere

So ◊ 8.12.2019
Lunabühne Weißenburg

35 Kilo Hoffnung
von Anna Gavalda/ Petra Wüllenweber
Premiere

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Premiere
Jens Raschke  Schlafen Fische?
Frankfurt

Solo für ein fehlendes Kind

„Wie, um Himmels willen, soll man das ertragen? Das fragt die Mutter, als der kleine weiße Sarg abgeholt ist. Sie meint damit nur sich, in dem Moment und in vielen danach. Die große Tochter ist aus dem Blick geraten in all dem Schmerz. [...]

Der Autor und Dramaturg Jens Raschke, der im vergangenen Dezember in Frankfurt den deutschen Kindertheaterpreis für sein Stück ‘Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute‘ erhalten hat, widmet sich mit ‘Schlafen Fische?‘ einem der größten Themen, dem Tod – in einem Stück für ganz junge Theaterzuschauer von zehn Jahren an. Ein Text, in dem tiefste Rührung und leichtfüßiger Witz nahe beieinanderliegen, ohne kitschig, aufdringlich und platt zu werden, bei einem solchen Sujet, das ist an sich schon eine grandiose Leistung. Die nachdenkliche und gleichzeitig aufmüpfige Jette, die sich fragt, wie Sterben wohl ist, ob Fische schlafen und ob ihre Mutter sie je wieder liebhaben wird, erzählt dem Publikum aus ihrer jüngsten Vergangenheit.

Das Solo, das der polnische Regisseur Paweł Szkotak sowohl in einer polnischen Version für sein Teatr Polski in Paszán als auch in einer deutschen inszeniert hat, war nun im Theaterhaus zu sehen. [...] Die Frankfurter Schauspielerin Verena Specht-Ronique, die es mit ihrer Theaterplattform ‘The@rt‘ koproduziert hat, spielt Jette im kurzen Kleid, die mit dem Publikum ebenso Kontakt aufnimmt wie mit der Komponistin Elvira Plenar, die live auf der Bühne an Keyboard und Laptop einen überaus stimmungsvollen, abwechslungsreichen Soundtrack und sogar ein schönes Titellied produziert.

Die Grenzen zu überschreiten ist überhaupt der Ansatz der Inszenierung Szkotaks, die mit wenigen Requisiten und schön schlichten Cartoon-Projektionen auf den Bühnenwänden eine weitere und meist heitere Dimension eröffnet. [...] Was verhandelt wird, ist oft ernst genug, da sind die Kontraste umso wirkungsvoller, die das Kindliche in Jettes Umgang mit dem Tod, die Größe ihrer Fragen und Nöte, aber auch ihre große kindliche Kraft und ihre Phantasie unterstreichen.

Am Ende haben viele ihre Taschentücher zücken müssen und mindestens ebenso oft herzlich gelacht. Es ist, als sei dieser kleine Emil, von dem Jette erzählt, mittendrin gewesen. Und dass das Erinnern eine solche Kraft entfachen kann, wie es uns das Theater mit ‘Schlafen Fische?‘ erzählt, ist ein tröstlicher Gedanke für alle Zuschauer. Auch für jene, die fast schon dreistellig sind.“ (Eva-Maria Magel)

Frankfurter Allgemeine Zeitung 13.02.2015

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