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Premieren

So ◊ 2.6.2019
tjg dresden

Ginpuin
von Barbara van den Speulhof/ Winnie Karnofka
Premiere

Fr ◊ 21.6.2019
TiG Theater im Gärtnerviertel

Cyrano
von Edmond Rostand/ Jo Roets/ Greet Vissers
Premiere

So ◊ 23.6.2019
Junges Theater Regensburg

Das verrückte Wohnzimmer
von Vincent Lagasse
Premiere

Fr ◊ 5.7.2019
LT Oberpfalz

Die weiße Rose
von Jutta Schubert
Premiere

Di ◊ 9.7.2019
Theater Rudolstadt

Die Kartoffelsuppe
von Marcel Cremer/ Helga Schaus
Premiere

Di ◊ 9.7.2019
Theater Rudolstadt

Die Kartoffelsuppe
von Marcel Cremer/ Helga Schaus
Premiere

Di ◊ 23.7.2019
Dehnberger Hof Theater

Pinocchio
von Carlo Collodi/ Peter‑Jakob Kelting/ Jürg Schlachter
Premiere

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Uraufführung
Jens Raschke  Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute
Weimar

Das Kindertheaterstück ‘Was das Nashorn sah  ...‘ spiegelt subtil das Grauen von Buchenwald

„In dem Stück ‘Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zaunes schaute‘ nach Jens Raschke, das jetzt am Deutschen Nationaltheater in Weimar Premiere feierte, geht es um ein ernstes Thema. Die Geschichte, die im letzten Jahr mit dem Deutschen Kindertheaterpreis ausgezeichnet wurde, spielt im Zweiten Weltkrieg: Nazis lassen direkt neben dem Konzentrationslager einen Zoo errichten – zum Vergnügen der SS-Angehörigen. Während auf der einen Zaunseite Menschen gequält und getötet werden, leben die Tiere in einem vermeintlichen Paradies. Doch die Idylle trügt. Auf der Bühne hängen die Requisiten an Kleiderbügeln, es ist ein echter Dschungel aus Kostümen: Gestreifte Häftlingsuniformen, ein Pelzmantel, Hemden, schwarze Lackstiefel. Die vier Schauspieler schlüpfen nach und nach in verschiedene Rollen: Da ist das naive Murmeltiermädchen (Nora Quest), das eines Tages die Leiche des einzigen Nashorns entdeckt, Papa Pavian (Christoph Heckel), der heimliche Boss der Tiere, der unangenehme Fragen lieber unter den Teppich kehrt, das mitläuferische, ängstliche Mufflon (Julius Kuhne), das sich zum Weggucken überreden lässt, und der Bär (Bastian Heidenreich), der tragische Held der Geschichte. [...]
Trotz dieser tragischen Grundierung gibt es durchaus komische, ja witzige Szenen in der schlüssigen und keine Sekunde langweiligen Erzählung (Regie Swaantje Lena Kleff): Das naive Murmeltiermädchen schleckt gut gelaunt an einem Lutscher mit Hakenkreuz-Emblem, das sie von den ‘Gestiefelten‘ geschenkt bekam. Überzeugend werden aufmarschierende Nazis und verwöhnte SS-Kinder in ihrer anerzogenen Ignoranz dargestellt oder, im fliegenden Wechsel, eine Halligalli-Dancing-Queen Show im Zoo hingelegt. Das abwechslungsreiche und temporeiche Spiel der Schauspieler wird mit spontanem Applaus belohnt. Daneben gibt es sehr sentimentale und berührende Szenen, die in moralische Abgründe blicken lassen und dabei auch jüngeren Zuschauern auf sensible Weise das Grauen nahebringen.
Ein Happy-End hat die Geschichte nicht – kann sie nicht haben; wir wissen von der Hölle des Zweiten Weltkriegs. ‘Es ist kein Stück über das Konzentrationslager Buchenwald – darüber lässt sich womöglich gar keins schreiben – sondern ein Stück über die Frage: Bär oder Pavian?‘, formuliert es Jens Raschke.“ (Lisa Berins)

Thüringische Landeszeitung 05.05.2015

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