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Napoleonische Jubiläen

Der 250. Geburts- und 200. Todestag von Napoleon Bonaparte stehen bevor » mehr

Premieren

Do ◊ 26.9.2019
Theater Eisleben

Pfefferminztee auf dem Dach
von Berenika Szymanski
Uraufführung

Do ◊ 26.9.2019
Theater Dortmund

Name: Sophie Scholl
von Rike Reiniger
Premiere

Sa ◊ 12.10.2019
Staatstheater Mainz

Warum erst jetzt
von Liv Heløe
Lesung (in Auszügen)

Fr ◊ 25.10.2019
Theater Metronom

Die Unsterblichen
von Rike Reiniger/ Max Reiniger
Uraufführung

Do ◊ 31.10.2019
Theater Kanton Bern

Am Horizont
von Petra Wüllenweber
Schweizer Erstaufführung

Mi ◊ 6.11.2019
Origin Theatre

Rishi
von Kees Roorda
US-Erstaufführung

Sa ◊ 9.11.2019
Palms

Platz für den König
von Peter Rinderknecht/ Stephan Lichtensteiger
US-Erstaufführung

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Uraufführung
Jens Raschke  Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute
Weimar

Das Kindertheaterstück ‘Was das Nashorn sah  ...‘ spiegelt subtil das Grauen von Buchenwald

„In dem Stück ‘Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zaunes schaute‘ nach Jens Raschke, das jetzt am Deutschen Nationaltheater in Weimar Premiere feierte, geht es um ein ernstes Thema. Die Geschichte, die im letzten Jahr mit dem Deutschen Kindertheaterpreis ausgezeichnet wurde, spielt im Zweiten Weltkrieg: Nazis lassen direkt neben dem Konzentrationslager einen Zoo errichten – zum Vergnügen der SS-Angehörigen. Während auf der einen Zaunseite Menschen gequält und getötet werden, leben die Tiere in einem vermeintlichen Paradies. Doch die Idylle trügt.
Auf der Bühne hängen die Requisiten an Kleiderbügeln, es ist ein echter Dschungel aus Kostümen: Gestreifte Häftlingsuniformen, ein Pelzmantel, Hemden, schwarze Lackstiefel. Die vier Schauspieler schlüpfen nach und nach in verschiedene Rollen: Da ist das naive Murmeltiermädchen (Nora Quest), das eines Tages die Leiche des einzigen Nashorns entdeckt, Papa Pavian (Christoph Heckel), der heimliche Boss der Tiere, der unangenehme Fragen lieber unter den Teppich kehrt, das mitläuferische, ängstliche Mufflon (Julius Kuhne), das sich zum Weggucken überreden lässt, und der Bär (Bastian Heidenreich), der tragische Held der Geschichte. [...]

Trotz dieser tragischen Grundierung gibt es durchaus komische, ja witzige Szenen in der schlüssigen und keine Sekunde langweiligen Erzählung (Regie Swaantje Lena Kleff): Das naive Murmeltiermädchen schleckt gut gelaunt an einem Lutscher mit Hakenkreuz-Emblem, das sie von den ‘Gestiefelten‘ geschenkt bekam. Überzeugend werden aufmarschierende Nazis und verwöhnte SS-Kinder in ihrer anerzogenen Ignoranz dargestellt oder, im fliegenden Wechsel, eine Halligalli-Dancing-Queen Show im Zoo hingelegt. Das abwechslungsreiche und temporeiche Spiel der Schauspieler wird mit spontanem Applaus belohnt. Daneben gibt es sehr sentimentale und berührende Szenen, die in moralische Abgründe blicken lassen und dabei auch jüngeren Zuschauern auf sensible Weise das Grauen nahebringen.

Ein Happy-End hat die Geschichte nicht – kann sie nicht haben; wir wissen von der Hölle des Zweiten Weltkriegs. ‘Es ist kein Stück über das Konzentrationslager Buchenwald – darüber lässt sich womöglich gar keins schreiben – sondern ein Stück über die Frage: Bär oder Pavian?‘, formuliert es Jens Raschke.“ (Lisa Berins)

Thüringische Landeszeitung 05.05.2015

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