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Mensch im Mittelpunkt

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200 Jahre Stadtmusikanten

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Stücke für Textdurchdringer

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Napoleonische Jubiläen

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Premieren

Di ◊ 23.7.2019
Dehnberger Hof Theater

Pinocchio
von Carlo Collodi/ Peter‑Jakob Kelting/ Jürg Schlachter
Premiere

Fr ◊ 30.8.2019
Theatergruppe Schötz

Romeo und Julia
von William Shakespeare/ Magrit Bischof/ Werner Bodinek/ Ueli Blum
Premiere

So ◊ 1.9.2019
Theater der Altmark

Zwei Monster
von Gertrud Pigor
Premiere

Sa ◊ 21.9.2019
Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute
von Jens Raschke
Premiere

Do ◊ 26.9.2019
Theater Eisleben

Pfefferminztee auf dem Dach
von Berenika Szymanski
Uraufführung

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Premiere
Andri Beyeler  the killer in me is the killer in you my love
Theater Heilbronn, Kammerspiele

Kopfsprünge und andere Sorgen

Pubertät ist das schlimmste Gefühlschaos, das man sich vorstellen kann – und weit mehr als ein intellektuelles Problem. Doch es gab ja die Rockmusik, mit deren Hilfe man emotionale Wallungen kanalisieren konnte auf der Suche nach der eigenen Identität.

Heute gibt es Autoren wie den Schweizer Andri Beyerler, der das Thema Pubertät leicht und locker anpackt, ohne jemals seicht oder anzüglich zu werden. Er bedient sich beim Titel seines im September 2002 am Hamburger Thalia Theater uraufgeführten Stücks ’the killer in me is the killer in you my love’ der Rockmusik in Form einer Liedzeile aus dem bittersüßen Song ’Disarm’ (1993) der amerikanischen Rockband Smashing Pumpkins. Nils Brück hat das Stück nun für die Heilbronner Kammerspiele inszeniert und mit seinem frischen Zugriff und einem prima harmonisierenden Ensemble einen Abend geschaffen, in dem sich Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen wiederfinden können. [...] Man kifft und guckt Pornohefte. Am Ende dieses Sommers liegt alles in der Schwebe. Surbeck ist der Einzige, der noch schwimmen geht. In Szenen und Monologen schildert Andri Beyerler die Ereignisse aus der Sicht aller Protagonisten.
Seine Sprache ist rhythmisch, wiederholt vieles und verlangt den Schauspielern oft Hochgeschwindigkeitsmonologe ab. Gerade die wirken so authentisch, weil sie Chaos und Fiebrigkeit der Pubertät abbilden.

Zu dieser Sprache findet Nils Brück starke Bilder, indem er ’seine’ Jugendlichen tanzen, rappen, posen und Musik machen lässt. Der Regisseur sorgt für eine klug choreografierte Bewegung rund ums Schwimmbad (Bühne: Lars Betko) und lässt genug Platz für nachdenkliche, stille Passagen. [...] Heute wissen Jugendliche fast alles über Sex, aber der Unterschied zwischen virtueller und realer Liebe ist trotz – oder gerade wegen – der neuen Medien nach wie vor so groß. Weil Sprachlosigkeit ebenso wenig unterzukriegen ist wie Imponiergehabe, Sehnsucht nach Beachtung und Angst vor Nichtanerkennung. Dieses ewige Pubertätsdilemma verhandeln Stück und Inszenierung für alle Generationen nachvollziehbar mit viel Witz und Situationskomik. Riesenbeifall nach 75 Minuten.
Andreas Sommer

Heilbronner Stimme 07.03.2011
http://www.theater-heilbronn.de/12.html?&user_spielplan_pi1[type]=SINGLE&user_spielplan_pi1[uid]=366

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