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Der Faust 2019

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Pixeltänzer

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Napoleonische Jubiläen

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Premieren

Sa ◊ 16.11.2019
Theater der jungen Welt

Bergkristall – Zwischen den Felsen
von Theo Fransz nach Adalbert  Stifter
Uraufführung

Sa ◊ 16.11.2019
Landestheater Linz

Ich bin nicht Siegfried
von Jürgen Flügge
Premiere

So ◊ 24.11.2019
Theater der Stadt Aalen

Zwei Tauben für Aschenputtel
von Catharina Fillers/ Stefanie Schnitzler
Premiere

Di ◊ 26.11.2019
DNT Weimar

Petty Einweg
von Jens Raschke
Uraufführung

Do ◊ 28.11.2019
Schauspielbühnen in Suttgart

Zwei Tauben für Aschenputtel
von Catharina Fillers/ Stefanie Schnitzler
Premiere

Do ◊ 28.11.2019
Hof-Theater Tromm

Der fabelhafte Kröterich
von Peter Hoffmann/ Kenneth Grahame
Uraufführung

Sa ◊ 30.11.2019
La Grenouille – Theater­zentrum junges Publikum

Sternenstaub
von Charles Way
Uraufführung

Sa ◊ 30.11.2019
Theater Altenburg Gera

Ox & Esel
von Norbert Ebel
Premiere

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Premiere
Andri Beyeler  the killer in me is the killer in you my love
Theater Heilbronn, Kammerspiele

Kopfsprünge und andere Sorgen

Pubertät ist das schlimmste Gefühlschaos, das man sich vorstellen kann – und weit mehr als ein intellektuelles Problem. Doch es gab ja die Rockmusik, mit deren Hilfe man emotionale Wallungen kanalisieren konnte auf der Suche nach der eigenen Identität.

Heute gibt es Autoren wie den Schweizer Andri Beyerler, der das Thema Pubertät leicht und locker anpackt, ohne jemals seicht oder anzüglich zu werden. Er bedient sich beim Titel seines im September 2002 am Hamburger Thalia Theater uraufgeführten Stücks ’the killer in me is the killer in you my love’ der Rockmusik in Form einer Liedzeile aus dem bittersüßen Song ’Disarm’ (1993) der amerikanischen Rockband Smashing Pumpkins. Nils Brück hat das Stück nun für die Heilbronner Kammerspiele inszeniert und mit seinem frischen Zugriff und einem prima harmonisierenden Ensemble einen Abend geschaffen, in dem sich Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen wiederfinden können. [...] Man kifft und guckt Pornohefte. Am Ende dieses Sommers liegt alles in der Schwebe. Surbeck ist der Einzige, der noch schwimmen geht. In Szenen und Monologen schildert Andri Beyerler die Ereignisse aus der Sicht aller Protagonisten.
Seine Sprache ist rhythmisch, wiederholt vieles und verlangt den Schauspielern oft Hochgeschwindigkeitsmonologe ab. Gerade die wirken so authentisch, weil sie Chaos und Fiebrigkeit der Pubertät abbilden.

Zu dieser Sprache findet Nils Brück starke Bilder, indem er ’seine’ Jugendlichen tanzen, rappen, posen und Musik machen lässt. Der Regisseur sorgt für eine klug choreografierte Bewegung rund ums Schwimmbad (Bühne: Lars Betko) und lässt genug Platz für nachdenkliche, stille Passagen. [...] Heute wissen Jugendliche fast alles über Sex, aber der Unterschied zwischen virtueller und realer Liebe ist trotz – oder gerade wegen – der neuen Medien nach wie vor so groß. Weil Sprachlosigkeit ebenso wenig unterzukriegen ist wie Imponiergehabe, Sehnsucht nach Beachtung und Angst vor Nichtanerkennung. Dieses ewige Pubertätsdilemma verhandeln Stück und Inszenierung für alle Generationen nachvollziehbar mit viel Witz und Situationskomik. Riesenbeifall nach 75 Minuten.
Andreas Sommer

Heilbronner Stimme 07.03.2011
http://www.theater-heilbronn.de/12.html?&user_spielplan_pi1[type]=SINGLE&user_spielplan_pi1[uid]=366

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