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Premieren

Fr ◊ 28.8.2020
Theater Eisleben

Ginpuin
von Barbara van den Speulhof/ Winnie Karnofka
Premiere

Sa ◊ 5.9.2020
Theater St. Gallen

Zwei Monster
von Gertrud Pigor
Premiere

So ◊ 6.9.2020
Theater Münster

Das verrückte Wohnzimmer
von Vincent Lagasse
Premiere

So ◊ 13.9.2020
Staatstheater Wiesbaden

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute
von Jens Raschke
Wiederaufnahme

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Deutschsprachige Erstaufführung
Daniël van Klaveren  Mozarts Schwester
Hans Otto Theater, Potsdam

Im Schatten des berühmten Bruders

„Mozarts Schwester“ hatte Premiere am HOT
Was für eine Zumutung: Eine Frau, die Violine spielt und sich dazu im Takt der Musik wiegt. Ob dieser optischen Reize kann sich nun wirklich kein Mann mehr auf die Musik konzentrieren – findet zumindest die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. Maria Anna Mozart, die ältere Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart, hat unter dieser sexistischen Denkweise gelebt und gelitten. Das Theaterstück „Mozarts Schwester“, das am gestrigen Donnerstagvormittag in der deutsch[sprachigen Erst]aufführung in der Reithalle des Hans Otto Theaters Premiere feierte, erzählt davon.
Maria Anna ist 1751 geboren, wird von allen Nannerl genannt und lernt bereits früh das Klavierspiel. Sie ist talentiert, spielt auch schwierige Stücke problemlos. […] Sie ist die Erzählerin des Stückes, das Regisseurin Milena Paulovics nach dem Text von Daniël van Klaveren unterhaltsam flott für drei Personen inszeniert. […]
Das clevere und ästhetisch ansprechende Bühnenbild von Juan León erlaubt schnelle Szenen¬wechsel: Übergroße Noten werden je nach Bedarf zu einer Kutsche, einem Klavier oder dem Bett. Lange Bahnen mit Notenlinien zur Rutsche. Durch seine Einfachheit entfrachtet es das Stück, bedarf nicht noch zusätzlicher Aufmerksamkeit. Das gut gelaunte Spiel des Ensembles rückt dadurch in den Vordergrund. Besonders eindrücklich ist die Szene, in der Leopold Mozart Maria Anna das Geigenspiel verbietet, weil es bei Wolfgangs Förderern Anstoß erregt und weil sie nun mal ein Mädchen ist. Fuchsteufelswild wird Nannerl deswegen, doch der Widerstand nutzt nichts: Sie wird in den Hintergrund gedrängt, Wolfgang als Wunderkind bis zur Erschöpfung herumgereicht.
Auch diese Erschöpfung zeigt das Stück. Den liebesbedürftigen Jungen, der die Schwester vergöttert und ohne sie eigentlich überfordert ist.

Potsdamer Neueste Nachrichten 17.01.2020
http://www.pnn.de/kultur/mozarts-schwester-am-hans-otto-theater-im-schatten-des-beruehmten-bruders/25442822.html

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