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Premieren

Do ◊ 30.7.2020
LT Oberpfalz

Die Kuh Rosmarie
von Andri Beyeler
Premiere

Fr ◊ 28.8.2020
Theater Eisleben

Ginpuin
von Barbara van den Speulhof/ Winnie Karnofka
Premiere

Sa ◊ 5.9.2020
Theater St. Gallen

Zwei Monster
von Gertrud Pigor
Premiere

So ◊ 6.9.2020
Theater Münster

Das verrückte Wohnzimmer
von Vincent Lagasse
Premiere

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Uraufführung
Peter Hoffmann frei nach Kenneth Grahame  Der fabelhafte Kröterich
Hof-Theater-Tromm, Grasellenbach

Unterhaltsam und lehrreich

Es geht den Menschen wie den Leut’, heißt es im Volksmund. In dieser märchenhaften Fabel geht es den Tieren wie den Menschen. Wunderbar leicht, flott, frisch mit fünf jungen, energiegeladenen Schauspieler*innen wurde das Tiermärchen von Jürgen Flügge im Hoftheater Tromm (Grasellenbach) inszeniert. Das Stück spielt vor einer wunderbaren Flusslandschaft […]
Die Figuren sind aufgeweckt und schlau (wie die Wasserratte), großmütig, großherzig, weise und hilfsbereit (wie der alte Dachs), aber auch das Gegenteil davon: hinterhältig, verschlagen, böse oder einfach nur strunzdumm, wenn diese den populistischen Parolen der Intriganten und Machtbesessenen, von Cleverwiesel und Tumbmarder, folgen und mitblöken.
Kinder ab sechs Jahren lernen, dass die Welt nicht nur aus guten Menschen und Sonnenschein besteht, dass auch viel Schlechtigkeit, Rücksichtslosigkeit, Egoismus und Eitelkeit in den Mitmenschen stecken. Das Gute kann siegen, wenn sich „das Volk“ solidarisch verhält, bereit ist, mitzudenken und sich nicht von vermeintlich einfachen Lösungswegen verführen lässt.
Mit Musik, Gesang, flotten, bisweilen akrobatisch anmutenden Szenenabläufen auf der Bühne, wunderbaren Dialogen, genial genutzten Details aus Requisiten und Bühnenbild und immer wieder lustigen Inszenierungseinfällen entsteht ein unterhaltsames Gesamtbild, über dessen Botschaft es sich auch für Erwachsene lohnt, mal wieder darüber nachzudenken.
Eine jede Figur strömt eine witzige Individualität aus, der Immigrant aus der Schweiz, der Maulwurf, die Gelbbauch-Unke, das dumme Kaninchen, und natürlich der eitle Kröterich, der sich zu gern umschmeicheln und dabei zum willigen Werkzeug des Bösen machen lässt.
Protagonisten im Spiel um Gut und Böse sind die Wasserratte, der Dachs auf der einen und das Wiesel und der Marder auf der anderen Seite. Am Ende bleibt die Erkenntnis: „Es ist alles im Fluss und niemand muss anders sein, als er ist.“ […] eine gelungene Umsetzung des Stoffs von Kenneth Grahames „Der Wind in den Weiden“.

Odenwälder Zeitung 30.11.2019
http://wnoz.de/Unterhaltsam-und-lehrreich-5e36ce28-7fdc-4165-b0b0-bcc41e1cf2f5-ds

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