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Napoleonische Jubiläen

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Premieren

Di ◊ 23.7.2019
Dehnberger Hof Theater

Pinocchio
von Carlo Collodi/ Peter‑Jakob Kelting/ Jürg Schlachter
Premiere

Fr ◊ 30.8.2019
Theatergruppe Schötz

Romeo und Julia
von William Shakespeare/ Magrit Bischof/ Werner Bodinek/ Ueli Blum
Premiere

So ◊ 1.9.2019
Theater der Altmark

Zwei Monster
von Gertrud Pigor
Premiere

Sa ◊ 21.9.2019
Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute
von Jens Raschke
Premiere

Do ◊ 26.9.2019
Theater Eisleben

Pfefferminztee auf dem Dach
von Berenika Szymanski
Uraufführung

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Premiere
Jens Raschke  Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute
Düsseldorf

Was sah das Nashorn in Buchenwald?

„Jens Raschkes Stück hatte im Jungen Schauspielhaus Düsseldorf eine beachtliche Premiere.

Auf einem Berg aus Kleidern tummeln sich Tiere: Mufflons, Murmeltiere und ein Pavian, der mit seinem Kreischen alle anderen übertönt. Bunt geht es zu im Vordergrund der Bühne, auf der Jens Raschkes Stück ‘Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute‘ Premiere hat. Dahinter allerdings ragt düster ein Gitter auf, hinter dem sich mühsam Menschen in Sträflingskleidung bewegen. Irgendetwas stimmt nicht an diesem Zoo.

Das ist das Thema des Stücks und der Inszenierung, die Christof Seeger-Zurmühlen jetzt in seinem Jungen Schauspielhaus Düsseldorf vorstellte. Die drei Begriffe Holocaust, Buchenwald und Weimar kommen darin nicht vor, doch genau davon handelt dieses Schauspiel: von jenem Zoo, den die Nationalsozialisten 1938 unmittelbar am Zaun des Konzentrationslagers errichtet hatten. Der Tierpark sollte den Wärtern, ihren Familien und den Bürgern des nur acht Kilometer entfernten Weimar Zerstreuung bieten. Jens Raschke hat dieses grausige Szenario als Vorlage genommen, um zu fragen: Was konnten, was wollten die Bürger der Goethe-und-Schiller-Stadt vom Morden vor ihrer Haustür wissen?

Die temporeiche Inszenierung setzt auf Kontraste. [...] Alles hat Schwung, gedankliche Tiefe und besticht auch durch die hohe Sprechkultur der jungen Darsteller und die zur Hälfte flippigen, zur anderen Hälfe düsteren Kostüme von Kirsten Dephoff.

Lang anhaltender, begeisterter Beifall.“ (Bertram Müller)

Rheinische Post 15.09.2015

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