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Aktuelles

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Wir trauern um Mirjam Pressler

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Ehrungen für Mirjam Pressler

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Premieren

Sa ◊ 23.3.2019
tjg dresden

Ich bin Kain
von Jens Raschke
Premiere

Sa ◊ 30.3.2019
LT Eisenach

Die Nibelungen
von Rüdiger Pape/ Catharina Fillers
Premiere

Fr ◊ 5.4.2019
Freies Hochrhein Schauspiel

Tannöd
von Andrea Maria Schenkel/ Maya Fanke/ Doris Happl
Premiere

Fr ◊ 5.4.2019
Theater Dortmund

Agent im Spiel
von David S. Craig
Premiere

Sa ◊ 6.4.2019
Württembergische Landesbühne Esslingen

Bergkristall
von Adalbert Stifter/ Christian Schönfelder
Deutsche Erstaufführung

Sa ◊ 27.4.2019
Junges Ensemble Stuttgart

Wir / Die
von Carly Wijs
Premiere

So ◊ 28.4.2019
Junge Landesbühne Niedersachsen Nord

Piraten!
von Charles Way
Premiere

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Bild
© Kurt van der Elst

21. Nieder­ländisch-Deutscher KJ-Dramatiker­preis

Auszeichnung für Jan Sobrie und Raven Ruëll bei KAAS&KAPPES 2019

Am vergangenen Sonntag, dem 17.02.19, sind im Duisburger Kinder- und Jugendtheater KOM’MA im Rahmen des Festivals Kaas & Kappes die Gewinner des 21. Nieder­ländisch-Deutschen KJ-Dramatiker­preises bekannt gegeben worden. Unter ihnen war erneut, wie schon 2015, das flämische Autorenduo Jan Sobrie und Raven Ruëll – damals ausgezeichnet für SHUT UP (Bekdichtzitstil).
Schon vier Jahre später zählen die beiden nun also wieder zu den Preisträgern, diesmal mit ihrem neuen Stück Woestzoeker. In dem Text für Kinder ab acht müssen ein Junge und ein Mädchen mit dem sozialen Abstieg ihrer Eltern fertig werden. Doch während Ebenezers Eltern ihren einstigen Wohlstand gegen eine kleine Wohnung in einem herunter­gekommenen Hochhaus eintauschen müssen, mussten die Halbwaise Sammy und ihr Vater sogar ebenjene Wohnung wegen Miet­rück­ständen räumen – wie sich aber erst später zeigt.

Dennoch: Die Kinder sind Freunde fürs Leben; sie ziehen einander durch alle Probleme, obwohl es schmerzhaft klar ist, dass sie keine wirklichen Antworten auf die Herausforderungen dieses Daseins haben, dass sie keinen Halt finden in der Abwärts-Spirale, in der sie gefangen sind. Trotzdem scheint der Text zu sagen: Kämpfen hat schon Sinn! Und das machen sie auch. Sammy und Ebenezer sind beeindruckend und anrührend in ihrer ‚wilden Suche‘ (hun woeste zoeken) zu überleben.
Woestzoeker ist wieder ein origineller Theatertext vom Autoren-Duo Sobrie und Ruëll, [mit ihm] treffen sie erneut ein großes Thema: die wachsende Armut in Familien und wie dies das Leben der Kinder beeinflusst. Ein sozial-realistisches Thema, mit der Schule als schmerzvolle, kalte Umgebung, die soziale Ungleichheit verfestigt oder sogar vergrößert. Die Themen Armut, Klassenbildung und Ausgrenzung sind sehr stark sichtbar und spürbar gemacht, ohne sie zu platt zu benennen. Der emotionale und humorvolle Text ist nicht nur ‚aus dem Leben gegriffen‘, er lädt den Leser auch ein, im magischen Denken der beiden Kinder mit zu gehen. Die Probleme sind komplex und tun weh; sie führen zum Nachdenken über Kinder in der eigenen Umgebung.
Die Sprache von Sobrie und Ruëll ist grotesk und theatral. Manchmal poetisch und in fantasiereiche Bilder gefasst, dann wieder direkt und alltäglich. Die Jury war gerührt von diesem Text, meint dass das Thema Armut hier echt dargestellt, erzählt und aufgebrochen wird und prägnant mitten in der Aktualität steht. Wichtig für ein junges Publikum aber sicher auch für Erwachsene. Ein beeindruckender Text, der es verdient, ins Deutsche übersetzt zu werden, und der hoffentlich sehr viel gespielt wird!

(Aus der Begründung der Jury; Hervorhebung durch die Redaktion)

kaasundkappes.de/