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Premieren

Fr ◊ 3.4.2020
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

Der Reservist
von Thomas Depryck
Premiere

Fr ◊ 17.4.2020
Junges LT Linz

Die Weiße Rose
von Petra Wüllenweber
Premiere

Fr ◊ 24.4.2020
Bühnen Halle

Das Geheimnis des Alten Waldes
von Peter H. Gogolin/ Dino Buzzati
Wiederaufnahme

So ◊ 26.4.2020
Staatstheater Darmstadt

Schaf
von Sophie Kassies
Premiere

So ◊ 3.5.2020
Junges Theater Münster

Das verrückte Wohnzimmer
von Vincente Lagasse
Premiere

Do ◊ 14.5.2020
Theater Eisleben

Ginpuin
von Barbara van den Speulhof/ Winnie Karnofka
Premiere

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© privat

Corona-Tagebücher (4)

von Rike Reiniger

30 Kilometer südlich der Ostsee. 30 Kilometer westlich von Polen: – In dem 87-Einwohner-Dorf fühlen wir uns augenblicklich deutlich wohler als in Berlin. Es gibt zwar keinen Laden, keine Busse, keinen Handy-Empfang, keine Kanalisation und im Haus auch keine Heizung. Was soll’s. Beim Holzhacken für den Ofen wird einem auch warm und die Nachbarin hat Hühner. Alles gut. Wäre da nicht das Problem mit dem Hauptwohnsitz. Mecklenburg-Vorpommern hat inzwischen die Grenzen dichtgemacht. Wer nicht im Land gemeldet ist, hat hier nichts mehr zu suchen. Auf den Bundesstraßen stehen Warnschilder, Polizisten und sogar Feldjäger. Ein Berliner Autokennzeichen wird zum Problem. Eine Berliner Adresse im Personalausweis erst recht. „Buletten“ nennen uns die Leute mit freundlichem Spott. Es gibt einen Glaskasten für amtliche Mitteilungen an dem verwaisten Bushäuschen. Dort sind die neuen Regeln ausgehängt. Immerhin: Selbständige mit Zweitwohnsitz dürfen sich noch in Mecklenburg-Vorpommern aufhalten. Sind damit selbständige Autorinnen gemeint? Ich gehe positiv davon aus. Trotzdem bleiben wir sicherheitshalber im Garten und verlassen das einsame Dorf nur mit dem Fahrrad. In ein paar Jahren wird der neu gepflanzte Pflaumenbaum Früchte tragen und wir erinnern uns an die Zeit der Corona-Krise!

Rike Reiniger