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Aktuelles

1. Preis beim Coburger Forum für junge Autoren

Unser Autor Olivier Sylvestre überzeugt die Jury mit „Das Gesetz der Schwerkraft“ » mehr

Wim Wenders: Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes

Ab 14. Juni in den Kinos – „Franziskus steht Kopf“ schon jetzt bei uns » mehr

Neue Autorin: Astrid Saalbach

Das auf Deutsch vorliegende Werk der dänischen Autorin ist ab sofort beim Theater­stück­verlag verfügbar » mehr

70 Jahre Israel

Am 14.5.1948 wurde das Land im Nahen Osten gegründet » mehr

200. Geburtstag von Karl Marx

Der Vordenker des Kommu­nismus wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren » mehr

Junges Musiktheater

mit „Romeo & Zeliha“, „Jupp – Ein Maulwurf auf dem Weg nach oben“ u.v.m. » mehr

Kampf für Gleichberechtigung

Am 8. März ist Internationaler Frauentag » mehr

Erfolge bei Kaas&Kappes 2018

Auszeichnungen für Schönfelder und van Klaveren » mehr

75. Todestag von Louise Jacobson

Die „französische Anne Frank“ wurde 1943 in Auschwitz ermordet » mehr

„Die Autorenflüsterin“

SZ-Porträt von Brigitte Korn-Wimmer » mehr

Fußball WM 2018

zwei Stücktipps » mehr

Premieren

Mo ◊ 25.6.2018
Spielaktion Mobifant

Bruno, der Sandkastenmann
von Jörg Bohn/ Paul Steinmann
Premiere

Fr ◊ 29.6.2018
KJT Speyer

Der Froschkönig
von Gebrüder Grimm/ Susanne Czepl/ Jürg Schlachter
Premiere

Do ◊ 5.7.2018
Studiobühne TWM

Fluchthut
von Ralf-Günter Krolkiewicz
Wekstattinszenierung

Sa ◊ 21.7.2018
Badische Landsbühne

Ein König zu viel
von Gertrud Pigor
Sommertheater

Do ◊ 2.8.2018
Reha Özcan

Ruki (Zigeuner-Boxer)
von Rike Reiniger
Festival

Fr ◊ 10.8.2018
Theater Plauen Zwickau

Pinocchio
von Carlo Collodi/ Peter-Jakob Kelting/ Jürg Schlachter (Annette Pach)
Premiere

Fr ◊ 14.9.2018
Württembergische Landesbühne Esslingen

Cyrano
von Edmond Rostand/ Jo Roets/ Greet Vissers
Premiere

Fr ◊ 14.9.2018
Vorarlberger Landestheater

Die Zweite Prinzessin
von Gertrud Pigor
Premiere

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Bild
© Neukirch

„In den Wassern der Sprache“

Am 22. März ist Weltwassertag

Obwohl es durch den erneuten Wintereinbruch unter all dem Schnee und Eis nicht unbedingt so leicht zu bemerken ist: Für gewöhnlich ist Wasser ein sehr fluides, bewegliches und zuweilen auch flüchtiges Element. Recht­zeitig zum Weltwassertag am 22. März haben wir uns trotz der frostigen Temperaturen auf das Vorwort unseres Verlagsprogramms besonnen, in dem es unter anderem heißt:

Wir behaupten – auch wenn es fast schon als Wagnis scheint, auch wenn man das als retro bezeichnen möge – den Dramatiker. Wir suchen nach virtuosen Stückeschreibern, die feine Wortwelten und sorgfältig rhyth­misch-ziselierte Sätze verfassen, in denen genauso viel Witz lebt wie Schre­cken und Kälte, die in den Wassern der Sprache fischen, daher auf grammatische Dynamik und Fließgeschwindigkeit von Wortgebilden ach­ten; deren Dialoge auch gedruckt eine ebenso brillante Schärfe haben wie das gesprochene Wort.

Eine Auswahl von Stücken ebensolcher Dramatiker*innen, die entweder in­halt­lich mit Wasser in Verbindung stehen, oder zu deren Beschreibung das Wasser als Sinnbild gebraucht wurde, möchten wir Ihnen hier vorstellen:

  • Baliani: DER HIMMEL IST LEER > Alles ist in der sich steigernden Ausweglosigkeit aufgehoben, in der alten Erkenntnis, dass Krieg vor allem die Erfahrung des einfachen Kämpfers ist, nicht mehr zu sein als ein Rädchen im längst kaputten Getriebe. Überdies sehen wir das Verlangen nach Nahrung, Wasser, Menschlichkeit und menschlichen Beziehungen.
  • Beyeler: THE KILLER IN ME IS THE KILLER IN YOU MY LOVE > Am An­fang des Sommers springen sie vom Drei-Meterbrett, liegen in ihren neuen Bikinis am Beckenrand, rauchen ihre ersten Zigaretten. Sie haben ein Auge aufeinander, bis sie sich gewonnen haben. Am Ende des Sommers sitzen sie nebeneinander, ohne wirklich da zu sein, sie schauen sich an, ohne sich zu sehen. Sie haben ein Auge aufeinander, bis sie sich verlieren.
  • Cremer/ Jücker/ Overkamp: DAS WASSERKIND > Jakob ist an der Mosel aufgewachsen, sein Elternhaus steht „so nah am Fluss, dass man aus dem Küchenfenster ins Wasser spucken kann“. Das Wasser ist Jakobs Freund und Spielgefährte.
  • Holliger: TOTER PULLOVER > „Der Text wirft Wörter wie Steine ins Wasser, lässt Sinnfäden baumeln, die sich verknoten und wieder lösen.“ (St. Galler Tagblatt, 18.11.02)
  • Schubert: EDEN > „[Ein Paar] auf der Flucht, oder vielleicht nur auf einer überstürzt angetretenen Reise, mit zufällig zusammengestoppeltem Gepäck und dürftigem Proviant, auch das Wasser ist knapp in dieser ‚Wüste‘, die doch mehr den Seelenzustand meint als die äußere Umgebung.“ (Hessische Niedersächsische Allgemeine, 21.12.98)
  • Tasnádi: TRANSIT > Eine Gruppe von Reisenden findet sich nach einer Zwi­schen­lan­dung an einem unbekannten Ort im Warteraum eines Flug­hafens wieder. Sie warten, aber nichts geschieht. Nur ihre Gepäck­stücke werden per Band geliefert – und den Koffern entsteigen unbekannte Menschen, die die Sprache der Reisenden nicht sprechen, sich aber alle seltsam verhalten. Ein Steward kommt, gibt aber keinerlei Auskunft. Das Wasser wird knapp. Die Situation eskaliert in einer Szene surrealer Gewalt.
  • Tornero: EINTAUCHEN > Die beiden übergewichtigen Freunde Stefan und Thomas sind innerlich gefangen von tiefen Frustrationen und suchen Rache bei ihrem Schulkameraden Josua. Dieser ist nicht nur Gastarbeitersohn, er hat sich auch in die schöne Sara verliebt, auf die eigentlich Stefan seine pubertätsgeleiteten Gefühlswallungen gelenkt hat. Die beiden Kumpels lo­cken Josua ins Freibad, fesseln und foltern ihn. Als Stefan Josua an­schlie­­ßend ins Wasser schubst, wird dieser nie mehr lebend wieder auftauchen.
  • www.worldwaterday.org