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Aktuelles

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Der Reigen

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Unsere Stücke als Bücher

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Nestroy – Der Wiener Theaterpreis 2018

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Oper für alle!

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Auszeichnung für tim – Theater ist mehr

Publikumspreis für NAME: SOPHIE SCHOLL » mehr

DIE VERLORENEN KÖRPER

Uraufführung des Stücks von José Manuel Mora am Teatro Español » mehr

Premieren

Do ◊ 21.2.2019
TheaterJugendClub Theater Rudolstadt

Heute ist ein guter Tag
von Ann-Christin Focke
Premiere

Fr ◊ 1.3.2019
Regionentheater aus dem schwarzen Wald

… und morgen die ganze Welt
von Jürgen Eick
Premiere

Mi ◊ 6.3.2019
Teatro Español

Moje holka, moje holka
von Amaranta Osorio/ Itziar Pascual
Uraufführung

Sa ◊ 9.3.2019
Theater der jungen Welt

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute
von Jens Raschke
Premiere

So ◊ 10.3.2019
JUST – Junges Staatsschauspiel

35 Kilo Hoffnung
von Petra Wüllenweber
Premiere

Do ◊ 14.3.2019
Theater an der Rott / Junge Hunde

Wer nicht träumt, ist selbst ein Traum
von Jens Raschke
Uraufführung

» alle Premieren
Bild
© Lena Grossmanova / TdA Stendal

Risse in den Wörtern

Ein „kritisches aber sehr einfühlsames Stück“ regt zu Diskussionen an

Anlässlich des 125. Geburtstags des Schriftstellers Edlef Köppen hat unsere Autorin Rike Reiniger im vergangenen Jahr einen Monolog geschrieben. Nach einer Lesung am 28. Februar in der Stadt- und Kreisbliothek von Köppens Geburtsstadt Genthin, in deren Auftrag das Stück entstanden war, wurde es am 17. November im nahegelegenen Theater der Altmark in Stendal uraufgeführt.
RISSE IN DEN WÖRTERN handelt von einem jungen Soldaten, der aufgrund seines Rechtsempfindens mit den Dienstvorschriften der Bundeswehr in Konflikt gerät und dafür schließlich vor einer Untersuchungskommission aussagen soll.
Geschickt webt Reiniger intertextuelle Bezüge ein, besonders zu Köppens bekanntestem Roman Heeresbericht oder Reden der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und dem Grundgesetz. Die Erfahrungen, die sie am Beispiel des Protagonisten Sascha beschreibt, sind dabei zudem nicht frei erfunden, sondern sorgfältig recherchiert. So schreibt Björn Schreiber vom Bund Deutscher Einsatzveteranen:

Es ist ein sehr eindrucksvolles Werk geworden, das viele Aspekte des Lebens eines Soldaten widerspiegelt. Durch [Reinigers] Recherche [hat sie] mit vielen Soldaten – u.a. auch mir – gesprochen und so ein kritisches aber sehr einfühlsames Stück geschaffen, das es Wert ist an so vielen Orten wie möglich vorgeführt […] zu werden.

Bei den bisherigen Aufführungen im Theater und vor allem in den Klassenzimmern der Region hat der Text jedes Mal teils kontroverse Diskussionen angeregt. Besonders beim Nachgespräch der Premiere kam es zu äußerst intensiven Debatten, da hier neben Schreiber auch Vertreter der Friedensbewegung eingeladen waren.

Das Stück, das also offensichtlich dazu anregt, sich mit seinem Gegenüber, aber auch den eigenen Überzeugungen auseinanderzusetzen, wartet nur darauf, nachgespielt zu werden und auch an Ihrem Theater lebhafte Diskussionen auszulösen.