Marie Brassard

Peepshow

"Um die Liebe und die Einsamkeit geht es in Brassards Ein-Frau-Stück. [...] Kleine Episoden, einmal schmerzhaft, einmal witzig, einmal befremdend, spielt Brassard. Die Geschichte von der jungen Frau, die in einer Bar einen Mann kennen lernt, der sie verfolgt. Die Geschichte vom kleinen Mädchen, das sich nicht sicher ist, ob ihr Freund sie wirklich mag oder sie nur wegen ihres süßen Hundebabys immer besucht. Die Geschichte von der Lehrerin, die beim Liebesspiel an intimster Stelle mit einer Rasierklinge verletzt wurde und ihre Wunde immer wieder öffnet - um sich an Freud und Leid der vergangenen Liebe zu erinnern. [...] Ein bestrickendes, verstrickendes Labyrinth der menschlichen Verwirrungen in Beziehungen, eine sehenswerte Reise zu den Ungeheuern des Unterbewusstseins. Dass die auch ganz lustig sein können, zeigt Marie Brassard." (Die Presse, 14.06.05)
"Da tut sich ein Pandämonium des Unheimlichen auf. Rotkäppchen legt sich nackt zu ihrer wölfischen 'Großmutter', ein Teenager genießt es, von einem Fremden verfolgt zu werden, und der Satz 'What you see is what you get' erhält einen abgründigen Bedeutungsmehrwert, den viele Theaterbesucher nur allzu gut kennen: Wir bekommen nur mit, was wir fähig sind zu sehen. Die Darstellerin in ihrem roten Kleid, mit Perücke und Sonnenbrillen, rührt an dunklen Bildern, die in uns allen gespeichert sind, streift Erzählungen, die einige der in uns eingeschlossenen Bestien vage beleuchten. Sie bringt verborgene Neigungen und Obsessionen zur Sprache, verweist auf den Spuk in unseren Kellern. Dabei werden Befindlichkeiten fassbar, die für das Fernsehen, diesen eifrigen Ratgeber in allen Lebenslagen, zu unspektakulär oder zu kompliziert sind." (Der Standard, 13.06.05)
"In einem atemberaubenden Kaleidoskop intimer Geschichten über Versuchungen, Flirts und gebrochene Herzen öffnet Marie Brassard die Tür in unerforschte Landschaften: sexuelle Phantasien, radikale Körper-Manipulationen, halluzinogene Drogen. Mit digitaler Soundtechnik wird Brassards Stimme auf faszinierende Weise live verfremdet." (www.spielart.org)

Monolog, Schauspiel – 1D

ÜbersetzungRohlf, Jan
OriginalspracheEnglisch
AufführungsgeschichteUA: (in englischer Sprache) 19.04.05, Harbourfront Centre, CA-Toronto
(in französischer Sprache) 06/2005, Festival de Théâtre des Amériques, CA-Montréal; R: M. Brassard
12.-15.06.05, Wiener Festwochen
18./ 19.11.05, Spielart, München
DSE: 06.05.07, Schauspiel Bonn, Werkstatt im Opernhaus; R: S. Khodadadian
ÖE: 07.01.10, Schauspielhaus Graz; R: A.-S. Mahle

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