Irina Korschunow

Er hieß Jan

"Acht Quadratmeter, mehr nicht. Vier weiße Wände, ein Fenster, ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl, ein Ofen." Das ist die Giebelkammer, die während des zweiten Weltkrieges zum tristen Lebensraum der siebzehnjährigen Regine wird. Zwei Bäuerinnen und der französische Kriegsgefangene Maurice halten sie dort versteckt. Denn durch ihre Liebe zu Jan, einem polnischen Zwangsarbeiter, gilt sie als Gegnerin des Regimes. Eigentlich, das wird in Rückblenden deutlich, war Regine bis zu ihrem ersten Treffen mit Jan regimekonform, wollte mit dem "polnischen Untermenschen" nichts zu tun haben. Doch ihr Herz meinte es anders, ließ ihre Gefühle für Jan immer stärker anwachsen. Bis sie beide vergaßen, dass ihre Liebe eine große Gefahr für ihr Leben darstellt. Jetzt sitzt Regine in ihrer kleinen Kammer und klammert sich an die Erinnerungen ihrer Liebe. Und verliert zeitweise die Hoffnung an ihr Leben: "Manchmal glaube ich, das hier ist die Ewigkeit".
Irina Korschunow erzählt wie zwei junge Menschen aus tiefer Liebe zueinander mit Flucht, Tod und Einsamkeit konfrontiert werden. Mit dieser eindrucksvollen Bühnenadaption des gleichnamigen Romans schafft es John Y. Hammer, die ganz eigene Stimmung der Vorlage zu transportieren.
Der erfolgreiche Roman erscheint mittlerweile in der 24. Auflage bei dtv-junior. Für "Er hieß Jan" wurde Korschunow 1979 mit dem Züricher Jugendbuchpreis "La vache qui lit"und 1985 mit dem niederländischen Kinderbuchpreis "Silberner Griffel" ausgezeichnet. 1980 stand der Roman auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis. Irina Korschunow erhielt 1987 die Roswitha-Gedenkmedaille, den Literaturpreis der Stadt Gandersheim, für ihr Gesamtwerk.

Jugend, Schauspiel – 3D 2H    frei zur UA
ab 14 Jahren

BearbeitungJohn Y. Hammer
PublikationIrina Korschunow: Er hieß Jan, dtv junior/ pocket 7823 (24. Auflage)

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