"Jouliks" handelt vom Leben in all seinen Facetten: von der Liebe, dem Kummer, dem Tod, der Trauer und dem Glück. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der "Kleinen", der Tochter von Vera und Zak. Die Liebe ihrer Eltern scheint unantastbar, bis die Großeltern zu Besuch kommen und die unterschwelligen Probleme offenbar werden. Zwar wehrt sich Vera lange gegen die Vorwürfe, die ihre Eltern ihr machen, trotzdem wird ihr bewusst, was ihr fehlt in ihrer unkonventionellen Liebe zu Zak: Beständigkeit, Rücksicht, Verbindlichkeit. Der Besuch der Großeltern wird zu einem Ventil: Die Verletzungen, die Vera lange in sich hinein gefressen hat, brechen ungebremst heraus. Zak, der damit nicht umgehen kann, verlässt seine Familie. Zwar kommt er einige Zeit später zurück, die Angst der Kleinen, ihre Familie könne zerbrechen, führt jedoch zur Katastrophe. Weil sie will, dass ihre Eltern für immer zusammen bleiben, sperrt sie sie im Keller ein. Als sie sie wieder befreien will, sind beide tot.
Marie-Christine Lê-Huu eine eindringliche Familiengeschichte geschrieben, die ist, wie das Leben: Glück und Unglück, Liebe und Tragik liegen sehr nah beinander. Durch den so sachlichen wie verstehenden Ton der Kleinen wird jeder Ansatz von Kitsch aufgefangen. Was bleibt, sind die Gefühle, die das Leben ausmachen.
Schauspiel – 3D 3H frei zur DSE
| Übersetzung | Borra, Adriana |
| Originalsprache | Französisch |
| publiziert bei | Lansman editeur, BE-Carnières, 2005 |
| Auszeichnungen | 2006, Prix Sony Labou Tansi des Lycéens > 2005, Nominierung: La Soirée des Masques |
| Aufführungsgeschichte | UA: 08.03.05, Théâtre des Sources, FR-Paris durch die Compagnie „D’après la pluie“/ Scène nationale 61/ Rive Gauche; R: G. Chatelain Kanadische EA: 05.04.05, Théâtre d’Aujourd’hui, CA-Québec; R: R. Bellefeuille Belgische EA: 04.10.07, Z.U.T. – Zone Urbaine Théâtre, BE-Brüssel; R: M. Haulot |
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