Franziska Steiof

Käthchen

Die Feuerprobe

Käthchen und Graf Friedrich Wetter vom Strahl träumen eines Nachts - ohne dass sie sich je begegnet wären - denselben Traum: Sie sind füreinander bestimmt. Als der Graf eines Tages tatsächlich vor dem einfachen Käthchen steht, erkennt sie in ihm sofort ihren künftigen Gemahl und folgt ihm fortan wie ein Schatten. Er aber erkennt sie nicht und wählt eine andere: die Adelige Kunigunde von Thurneck, die ihn mit allen Raffinessen an sich zu binden sucht. Doch dabei geht sie zu weit, und mit der Wahrheit findet auch die wahre Liebe ans Licht.
Die Kleistsche Vorlage wird inhaltlich und sprachlich modernisiert, der alte Standeskonflikt als nicht mehr aktuell gestrichen. Trotzdem erkennt der Graf sein Käthchen nicht, weil er eben ein Graf und sie ein einfaches Mädchen ist. Und heute? Was ist heute von dem blinden Mann zu halten? Ihm scheint zu fehlen, worum es im Kern nur gehen kann: "leidenschaftliche Liebe und konsequentes Handeln. Zeitlose Themen also, die Jugendliche ebenso betreffen wie junge Erwachsene." (Die Welt, 26.01.98)

Jugend – 2D 2H
ab 14 Jahren
Werkangabenfrei nach Motiven von Heinrich von Kleist
Besetzungshinweis2 D, 2 H, 1 Perkussionist*in
AufführungsgeschichteUA: 24.01.98, Moks am Bremer Theater; R: F. Steiof
TSV-ID1029

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