Ein Fluch liegt über der Familie des thebanischen Königs Oedipus. Ohne es zu wissen, hat dieser seinen Vater erschlagen und seine Mutter geheiratet. Nun bekommen seine Kinder die Last des Familienfluchs zu spüren: Eteokles und Polyneikes, die verfeindeten Söhne des Ödipus, sind im Kampf um Thebens Thron gefallen. Kreon übernimmt die Macht im Staat und verbietet unter Androhung der Todesstrafe, den zum Feind erklärten Polyneikes zu bestatten. Doch ausgerechnet Antigone, die Kreons Sohn Hämon versprochen ist, wagt es, sich dieser Anordnung zu widersetzen. Zwischen Antigone und Kreon kommt es zu einer Aueinandersetzung, die nicht nur das Mädchen, sondern auch ihren Verlobten das Leben kostet.
Norberto Presta gelingt es, den Mythos Antigone aus seiner Schicksalhaftigkeit zu lösen und den Tod des Mädchens aus ihrer freien Wahl heraus zu motivieren: Während Antigone bei Sophokles dem göttlichen Gesetz folgt, zieht sie bei Presta den selbstbestimmten Tod einem fremdbestimmten Leben vor.
"Hier stehen sich Vertreter zweier Generationen gegenüber, die sich nichts mehr zu sagen haben. So muss verzweifelte Revolte, die gegen die Zwänge der Welt sich Atem zu verschaffen versucht, am Ende wieder in sich verlöschen." (Stuttgarter Zeitung, 01.10.97)
Jugend – 2D 3H
ab 14 Jahren
| Zusatzinformation | Altersempfehlung: für Jugendliche Quelle: frei nach Sophokles |
| Aufführungsgeschichte | UA: 26.09.97, Stadttheater Konstanz; R: N. Presta |
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