Roberto Frabetti

Gut Kunterbunt

(Muro colorato)

"Gut Kunterbunt" war der Name eines Bauernhofes, auf dem sehr viele Tiere hausten: Ziegen, Hühner, Kaninchen, Schweine, Kühe, Pferde, ein Hund und eine Katze. Natürlich gab es auch eine Menge Grünschnäbel: Zicklein, Küken, Ferkel, kleine Kaninchen, Fohlen, Kälber und viele, viele Truthähne. "Gut Kunterbunt" war ein ruhiger Ort. Am Morgen standen alle auf, machten Pipi, putzten sich die Zähne und frühstückten. Anschließend gingen die Großen zur Arbeit, während die Kleinen den Kindergarten besuchten. Eines Tages aber hörte eine Kuh plötzlich ein Zischen. Sie drehte sich mit einem Ruck um und sah eine heimtückische Schlange, die durchs Gras auf "Gut Kunterbunt" zukroch. Die Tiere wussten, dass man Schlangen nicht trauen konnte. Und tatsächlich hob die Schlange den Kopf und zischte: "Sssshhhh ... nehmt euch in Acht ... denn ... ssshhhh ... von morgen an wird das hier nicht länger euer Bauernhof sein, sondern nur meiner und ... ssshhhh ... der meiner Brüder und Schwestern ... ssshhhh!!!" Es drohte Gefahr. Niemand konnte die Schlangen leiden, und so bereiteten sich alle Tiere auf dem Bauernhof darauf vor, gegen die Schlangen anzutreten, um "Gut Kunterbunt" zu verteidigen.

"Sehr gut gemachtes Kindertheater. [...] Bauer Bruno zielt auf die kindliche, dem Absurden naheliegende Phantasie ab, um seinen Bauernhof zu beleben: Die Fahrradtaschenlampe wird zum Pferd, die Espressomaschine zur Kuh, der Pantoffel zum Esel." (Wilhelmshavener Zeitung, 29.10.03)

Kinder – 1H
ab 2 Jahren

ÜbersetzungKorn-Wimmer, Brigitte
OriginalspracheItalienisch
ZusatzinformationBesetzungshinweis: 1 D oder 1 H
AufführungsgeschichteUA: 1999, La Baracca, IT-Bologna
DSE: 28.10.04, Junges Theater, LB Niedersachsen Nord; R: F. Fuhrmann
ÖE: 01.12.08, Jugendtheater „Die Kiste“, AT-Tulfes; R: R. Parton
TSV-ID1087

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