Eigentlich wollte der griechische Dichter Aristophanes ja in einem Café ein Stück über Odysseus und seine Begegnung mit der Sirene schreiben. Als zwei Vögel ein paar Brösel von seiner Apfeltorte picken, entscheidet er sich aber um und nutzt die Inspiration für eine neue Geschichte:
Zwei Männer verlassen bei Nacht und Nebel die Stadt, weil sie es nicht mehr ertragen, in einer Gesellschaft voll von Lug, Trug und Heuchelei zu leben. Sie finden Zuflucht bei den Vögeln und gründen mit ihnen eine neue Stadt, die aber schon bald die Züge der menschlichen annimmt. Zwei Vögel wiederum fühlen sich in dem angeblichen Vogelparadies überhaupt nicht wohl und fliehen, um an einem anderen Ort ein Leben in Ruhe und Frieden zu beginnen ...
"Zwei lustige Vögel sind's. Vögel mit Durchblick und einem unbestechlichen Sinn für Veränderungen. Geistiger Tiefgang ist ebenso gefragt wie Bemühungen um friedfertige Auseinandersetzungen. 'Guano und Elysium' zeigt sowohl die individuellen als auch gesellschaftlichen Grenzen auf, an die der einzelne immer wieder stößt. Dies in einer durchaus undogmatischen, selbstkritischen und witzigen Art. Theater, das Spaß macht und die Gehirnzellen anzuregen vermag, in dem auch Freiräume für die Phantasie angeboten werden." (Basler Zeitung, 23.02.87)
"Ein Stück über das Scheitern von gesellschaftlichen Visionen. [...] Basis war die Werkgeschichte der 'Vögel' des Aristophanes. Fäh und Rinderknecht haben dem Ganzen allerdings noch eine gehörige Portion Surrealismus beigemischt. [...] Die beiden Vögel wirken da manches mal wie die Brüder der Beckettschen Originale Vladimir und Estragon." (Salzburger Nachrichten, 26.04.95)
Kinder, Jugend – 2H frei zur DE
ab 10 Jahren
| Aufführungsgeschichte | UA: 1987, Theater im Schulhaus, CH-Bern; R: B. Fäh ÖE: 21.04.95, Theater der Jugend, AT-Wien |
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