Bernard Liègme

Die Archivare

(Les Archivistes)

Zwei beamtete Archivare vollziehen in einem Archivkeller der staatlichen Verwaltung das tägliche Ritual ihrer akribischen aber sinnlosen Tätigkeit, ihrer Konkurrenzängste, ihres Karriereneids, ihrer abartigen, verstaubten und gänzlich hoffnungslosen Sehnsüchte. In diese minuziös abgezirkelte Welt bricht mit Schwung und Lebenslust ein neuer, jugendlicher Angestellter ein. Nicht ohne Feingefühl, doch frei von falschen Rücksichten hebt er die Welt der biederen Beamten aus den Angeln und hinterlässt eine heilsame Ratlosigkeit. Ein schwarzes Stück also, doch eins mit buntem, hoffnungsvollem Ausgang.
"Eine genau und geduldig beobachtete Karikatur, eine präzise Satire, eine minuziöse Charakterisierung von Bürokratenabläufen, -haltungen, -empfindlichkeiten. [...] Liègmes Komödie gibt, satirisch überhöht, gewiss das Bild einer Existenzweise, der manch einer schon verfallen ist, ohne dass er es noch merkt." (Der Bund, 12.12.83)

Schauspiel, Komödie – 3H

ÜbersetzungBircher, Urs
OriginalspracheFranzösisch
AufführungsgeschichteUA/ SE: 10.03.81, Théâtre les Trois Coups, CH-Lausanne; R: D. Semedo; DSE: 10.12.83, Stadttheater, CH-Bern; R: V. Strasser; DE: Urania Theater, Köln

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