Bernard Liègme

Die Archivare

(Les Archivistes)

„Es ist zum ‘Aus-der-Haut-fahren‘! 25 Jahre hat sich der kleine Archivar Boyon auf seine Beförderung gefreut, und nun, an seinem letzten Arbeitstag will der Chef einfach nicht gehen. Stattdessen sitzt der oberpingelige Prinzipienreiter auf seinem Stuhl und eröffnet seinem Angestellten, dass er ewig bleiben werde, weil er so einen kleinen Versager wie ihn unmöglich mit der Leitung des Archivs alleine lassen dürfe. Zu allem Überfluss steht da noch dieser rotzige junge Kollege in der Tür, der Boyon seinen Posten streitig machen soll und auch an seinem ersten Arbeitstag keinen Hehl daraus macht, dass er den einen für ein Weichei und den anderen für verrückt hält. Ein teuflischer Bürokrieg entbrennt zwischen den Dreien, bei dem nicht nur die Fetzen, sondern schon auch mal Gläser durch die Luft fliegen und (Kartei-) Leichen aus dem Tresorraum gezerrt werden.“ (Uckermärkische Bühnen Schwedt)

"Eine genau und geduldig beobachtete Karikatur, eine präzise Satire, eine minuziöse Charakterisierung von Bürokratenabläufen, -haltungen, -empfindlichkeiten. [...] Liègmes Komödie gibt, satirisch überhöht, gewiss das Bild einer Existenzweise, der manch einer schon verfallen ist, ohne dass er es noch merkt." (Der Bund, 12.12.83)

„Eine ebenso fesselnde wie gleichermaßen berührende wie erheiternde Inszenierung. [...] Das ist starkes Theater.“
(Uckermark Kurier, 27.03.17)

Komödie, Schauspiel – 3H

ÜbersetzungBircher, Urs
OriginalspracheFranzösisch
ZusatzinformationWerkangabe: eine beinahe tragische Komödie in zwei Tagen und fünf Augenblicken
AufführungsgeschichteUA: 10.03.81, Théâtre les Trois Coups, CH-Lausanne; R: D. Semedo
DSE: 10.12.83, Stadttheater, CH-Bern; R: V. Strasser
DE: Urania Theater, Köln

Wenn Sie sich als Nutzer anmelden, können Sie hier online Ansichtsexemplare bestellen.