Maya Fanke

Nach Moskau ...

Drei Schwestern leben in der Provinz und zehren von ihren Erinnerungen an Moskau. Zwischen verklärter Vergangenheit und utopischen Träumen bleibt die Gegenwart leer und enttäuschend. Alle ihre Hoffnungen setzen sie in ihren Bruder Andrej. Doch der heiratet Natascha und bindet sich an das rückständige Milieu der Provinzstadt. Allein Natascha läuft nicht Gefahr, ihr Leben in Unfähigkeit und Ohnmacht zerrinnen zu lassen, weil sie keinen Gedanken an ein Traum-Moskau verschwendet. Sie brütet die Zukunft aus, während die Schwestern von fernen, besseren Zeiten nur träumen. Maya Fanke verändert die Perspektive und erzählt die Geschichte Tschéchows konsequent aus der Sicht der Frauen.
"Aus der Erinnerung erwachsen in Maya Fankes kristalliner Elegie sanft vibrierende Bilder von suggestiver Kraft." (Schwäbische Post, 22.10.94)

Schauspiel – 5D

ZusatzinformationQuelle: frei nach Motiven von Anton Tschéchows „Drei Schwestern” – unter freier Verwendung der Übersetzung von Wladimir Czumikow
AufführungsgeschichteUA: 20.10.94, Theater der Stadt Aalen; R: U. Schoen

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