Frühjahr 1944. Die berühmte Pianistin Rosa Adamovicz befindet sich auf der Flucht vor den Nazis. Von Genua aus möchte sie sich nach Argentinien einschiffen. Sie wartet nur noch auf den Zug aus Warschau, der ihre Tochter Anna nach Genua bringen soll. Die couragierte Signora Guiseppa Lipponi gewährt ihr für ein paar Tage Unterschlupf in ihrer Frühstückspension, doch der SS-Offizier Georg Fischer entdeckt das Versteck. Statt Rosa zu verhaften, bietet er an, ihr zur Flucht zu verhelfen, wenn sie im Offizierscasino ihr umjubeltes "Una Morte Cantabile" spielt. Doch Fischer hält nicht Wort, Rosa wird nach dem Konzert verhaftet. Guiseppa Lipponi hat diese Erlebnisse bis heute nicht vergessen, zumal ihr Mann, ein Mitglied der Resistenza, seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen gilt.
60 Jahre später beginnt in Paris in Abwesenheit der Prozess gegen den nach dem Krieg unter dem Namen Alois Brunner untergetauchten Georg Fischer. Zur gleichen Zeit fragt ein älterer Herr, der sich als Signore Giorgio Pescatore ausgibt, im Hause der Signora Lipponi nach einem Zimmer mit Frühstück: Der Täter kehrt an den Ort seines Verbrechens zurück. Für Guiseppa Lipponi ist der Moment der Rache gekommen.
"Ein packendes Theatererlebnis zu einem immer noch höchst aktuellen Thema."
(Tiroler Tageszeitung, 14.06.02)
Schauspiel – 2D 1H frei zur DE
| Besetzungshinweis | Schauspielerangabe bei Mehrfachbesetzung |
| Aufführungsgeschichte | UA/ ÖE: 12.06.02, Theater im Turn, AT-Innsbruck, R: G. Pannak |
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