Taki Papaconstantinou

Verdeckter Aufschlag

Mit der Schule ist Maria fertig. Was jetzt kommen soll, davon hat sie keine Vorstellung. Sie bewirbt sich auf alle möglichen Stellen, von denen sie keine so richtig interessiert. Von denen sie auch keine bekommt. Das hat sie im Grunde nicht anders erwartet. Wäre ja auch ganz was Neues, würde mal etwas funktionieren in ihrem Leben. Marias Vater hat eine neue Freundin, die sie nicht mag. Marias Freund ist eigentlich nur eine Affäre, lieben tut er eine andere. Überhaupt läuft nichts so, wie es sollte. Um überhaupt etwas zu spüren und von ihrer Umwelt wahrgenommen zu werden, verletzt Maria sich selbst.
Taki Papaconstantinou beschreibt in "Verdeckter Aufschlag" das Leben einer Neunzehnjährigen. Es ist kein besonders spektakuläres Leben, Marias Sorgen sind alltäglich. Es sind die Sorgen einer Jugendlichen, die irgendwo zwischen Schule und Zukunft feststeckt, die keine Perspektive sieht und der ihre Gegenwart sinnlos und leer erscheint. "Verdeckter Aufschlag" ist ein trauriges Stück, aber nicht nur: Im Verlauf des Textes gewinnt Maria an Selbstbewusstsein, begegnet den Widrigkeiten ihres Lebens nicht länger mit Verzweiflung, sondern mit Humor.

"Ein Theaterstück, das Jugendliche ernst nimmt, in denen ihnen etwas zugemutet wird. In dem die Zumutung darin besteht, die Probleme nicht kleiner zu machen als sie sind, das Leben nicht schöner zu färben, als es ist." (Jurybegründung, Kaas & Kappes, 2006)

„Ein Stück [...], das keinen kalt lässt.“ (Ostthüringer Zeitung, 20.04.13)

Jugend – 2D 2H
ab 14 Jahren

AufführungsgeschichteUA: 18.09.09, Bravebühne, in CH-Winterthur im Theater am Gleis; R: T. Papacontantinou
DE: 18.04.13, Thüringer Landestheater Rudolstadt, theater tumult; R: J. Heß
ZusatzinformationAuszeichnung: 2006, im Stückepool von Kaas & Kappes

Wenn Sie sich als Nutzer anmelden, können Sie hier online Ansichtsexemplare bestellen.