Eigentlich, so könnte man meinen, handelt "Quality Time" von einer ganz normalen Familie: Er, in erfolgreicher Position eines Medienunternehmens, Sie, Mitglied einer großen Partei. Noch zwei Kinder dazu: ein Junge und ein Mädchen - natürlich. Makellos, modern, auch das könnte man sagen. Langweilig? Ein bisschen. Doch der zweite Blick, das ist der Blick vorbei an der Perfektion hinein in den Spiegel der Gesellschaft. Was dort zu sehen ist? Dass alle vier Familienmitglieder geprägt sind von Hedonismus, Egozentrismus, aber auch Unsicherheit, Frust; und dass sie am Ende nur eines möchten: Gesehen werden! Elternpaar und Kinderpaar stehen sich dabei gegenüber, allerdings in vertauschten Rollen. Die Kinder sind reflektiert, gebildet, während die Eltern oftmals einen falschen und respektlosen Ton anschlagen. Sie sind das Chaos, das die Kinder zu bändigen versuchen.
Zahlreiche Tabus bricht Joan Nederlof mit "Quality Time", wenn sie die sexualisierten Eltern auf die bildungsbürgerlichen Kinder treffen lässt. Das ist liebevoll und zynisch, ehrlich-verletzend und witzig-absurd; und immer überraschend und intelligent.
"Ich fand es einmalig! Ich fand es bissig, hart, derb, hervorragend geistreich, außerordentlich aktuell, herrlich 'over-the-top' und doch so wiedererkennbar." (Adeline van Lier, Dolce Vita Radio, 05.04.06)
"Nederlof ist eine der besten Satirikerinnen die wir haben!" (Wijbrand Schaap, www.wijbrandschaap.punt.nl, 18.05.2006)
"Haarscharfe Satire auf moderne Elternschaft." (Hanny Alkema, Trouw, 31.03.06)
"Geschrieben am Puls der Zeit und mit viel Gefühl für Timing."
(Margriet Prinssen, Haarlems Dagblad, 24.03.06)
"Joan Nederlof gelingt es, mit viel Humor klare Figuren zu zeichnen."
(Pieter Bots, Het Parool, 24.03.06)
Schauspiel – 2D 2H frei zur DSE
| Übersetzung | Pieper, Eva Maria/ Steinert, Simone |
| Aufführungsgeschichte | UA: 22.03.06, De Toneelschuur, NL-Haarlem; R: M. de Jong |
| Originalsprache | Niederländisch |
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