Angela Betzien

unsichtbar

(Hoods)

Die Geschichte von den Geschwistern Kyle, Jessie und Troy, dem Baby: Sie beginnt in einem Auto, auf einem Parkplatz, vor einem Einkaufszentrum. In dem ihre Mutter bereits seit Stunden verschwunden ist und auch nicht zurück erscheint, als es seine Pforten schließt. Die Zeit verrinnt, doch nichts geschieht. Die Kinder bleiben verloren auf dem großen Betonplatz zurück. Die beiden Großen verharren zwischen Träumen und Ängsten, Hoffnung und Verzweiflung. Eine Verzweiflung, die immer größer wird, weil das Baby nicht mehr aufhört zu schreien, weil es friert, weil es hungert und weil es in die Windeln gemacht hat. Schrittweise entwickelt sich aus der Unsicherheit und Unruhe eine Notsituation. Sollen sie warten, bis die Mutter zurück kommt, so, wie sie es gesagt hat? Jemanden um Hilfe bitten? Das Auto verlassen? Doch zu wem sollen sie noch vertrauen fassen?
Der Parkplatz füllt sich langsam mit Figuren, die mit ihren Geschichten das Leben der Kinder immer stärker verstehen und spüren lassen.
Mit "unsichtbar" erzählt Angela Betzien eine alltägliche Geschichte von Armut, Verwahrlosung, Gewalt und Vernachlässigung. Dabei lässt sie ihre Erzähler von einer Szene in die andere springen und schiebt Ereignisse aus der Vergangenheit ein, die der tristen Gegenwart weitere Aspekte verleihen.

"Eine Geschichte über Armut, häusliche Gewalt und Isolation vor einer Vorstadt-Kulisse. [...] Ein konfrontierendes und ergreifendes Märchen über 'verlorene Kinder', die entgegen aller Widrigkeiten für Überleben und Solidarität kämpfen." (Noel Jordan, Sydney Opera House/ Robin Penty, Regional Arts Victoria)

„’unsichtbar’ ist eben kein Stück über das Erstarken in der Not, über Persönlichkeitsentwicklung und Emanzipation. ’unsichtbar’ ist eine Anklage gegen familiäre Hölle und die Kälte der Gesellschaft. Reale Beispiele mit tödlichem Ende gingen in den vergangenen Jahren durch die Medien.“ (Coburger Tageblatt, 29.04.10)

"Probably the most exciting piece of theatre I've seen in a school for years. Sophisticated in style, artistically (and refreshingly!) brilliant script, excellent performances." (Braemar College)

"'Hoods' is a vivid and well-crafted experience that leaves you deep in thought and wanting more." (Alison Joyce)

"It is a painful story of privation and neglect - a latter-day Hansel and Gretel - giving young audiences a chance to understand what underclass misery might be like." (Australian, 20.05.08)

Jugend – 1D 1H
ab 12 Jahren
ÜbersetzungFritsch, Anne
OriginalspracheEnglisch
PublikationCurrency Press, AU-Sydney, 2007, www.currency.com.au > Maagh, Thomas (Hrsg.): Spielplatz 24, Verlag der Autoren, Ffm. 2011
AufführungsgeschichteUA: 08.05.06, Sydney Opera House (Auftragsarbeit), AU-Sydney; R: L. Càceres, Musik: P. Goodwin
11./12.05.08, 16th ASSITEJ World Congress & Performing Arts Festival for Young People, AU-Adelaide
DSE: 28.04.10, LT Coburg; R. S. Bahnsen
BesetzungshinweisSchauspielerangaben bei Mehrfachbesetzung
TSV-ID1289

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