Andri Beyeler

je ne m'en souviens plus (mais ce n'est pas vrai)

"Ein Paar sitzt im Zug - auf einer der letzten Fahrten des Tages und vielleicht auf der letzten gemeinsamen Fahrt überhaupt. Sie sprechen wenig miteinander, denn irgendwie ist alles schon gesagt. Nicht, dass sie sich nicht mehr füreinander interessieren würden. Im Gegenteil, auch nur die kleinste Bewegung des Gegenübers wird schonungslos registriert. Doch was in den ersten Tagen der Verliebtheit als charmante Eigenheiten galten, sind nun nur noch unverbesserbare Macken." (Schaffhauser Arbeiterzeitung, 30.10.03)

"'Souviens' erzählt von der Beziehung eines Paares, von Gewalt, Liebe, den kleinen und großen Alltagsmarotten des Partners und einem gegenseitigen sich Ignorieren. [...] In witzigen, von Andri Beyeler geschickt arrangierten Monologen verrät ein Paar mit expressiver, lebensnaher Sprache seine Gedanken. Er nervt sich etwa, weil sie in ihrer Handtasche Schminke, Bibliothekskarte und das Foto eines toten Stars gleich, aber das Zugbillet zuletzt findet. Sie hingegen beklagt sich über seine ungeschickten sexuellen Avancen." (Schaffhauser Nachrichten, 26.03.03)

"Wie in einem Traum ist die Handlung merkwürdig bruchstückhaft. Es geht um die Beziehung des Paares, um Liebe und Gewalt, Einsamkeit und Verzweiflung. Dabei bleibt offen, was wahre Erinnerung, was nächtliche Traumwelt ist. Die Sprache ist expressiv und direkt. Es wird geschimpft und geschrieen. Dann wieder wird sie ruhiger, in seltenen Momenten gar liebevoll." (Westdeutsche Zeitung, 24.11.07)

Schauspiel – 1D 1H
ÜbersetzungSchwerdtner, Juliane
OriginalspracheSchweizerdeutsch
AufführungsgeschichteUA: 11.10.03, Fabriktheater Zürich; R: D. Bösch
30.11.03, Szenische Lesung, Staatsschauspiel Stuttgart
DE: 22.11.07, Theater am Schlachthof, Neuss; R: M. Michel
TSV-ID1034

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