Roberto Frabetti Bruno Frabetti

Gespensterzug

(Treno Fantasma)

Der Gespensterzug ist ein ganz besonderer Zug. Er hat keine Gleise, fährt keine festgelegten Routen, hält an keinem Bahnhof - er taucht einfach auf und verschwindet wieder. Er zeigt sich, um sich einen Augenblick später zu verstecken. Wie Kinder, die Verstecken spielen. Der Gespensterzug hält sich an keinen Fahrplan, er kommt, wann er will. Er ist der schnellste und der langsamste Zug, den es je gegeben hat. Er kann sich grenzenlos im Raum und in der Zeit bewegen - so kann er auch plötzlich in einer Schule oder einem Theater ankommen. Er kann groß wie ein Berg werden, aber er zieht es vor, sich klein zu machen wie ein Krümel. Denn so kann er sich besser in der Welt bewegen und in jeder Ritze herumschnüffeln. Der Gespensterzug hat die Form eines Zuges, aber er kann sich auch in ein Tier oder eine Pflanze verwandeln. Oder in einen Superhelden. Und wenn er in Schwierigkeiten gerät, pfeift er um Hilfe. Denn der Gespensterzug pfeift gerne. Nicht nur um Hilfe. Auch, um seine Ankunft anzukündigen oder einen Freund zu finden. So hört man manchmal einen Pfiff aus dem Nichts. Dann muss man keine Angst haben - es ist nur der Gespensterzug ...

Kinder – 1H    frei zur DSE
ab 2 Jahren
ÜbersetzungKorn-Wimmer, Brigitte
OriginalspracheItalienisch
Besetzungshinweis1 D oder 1 H
AufführungsgeschichteUA: 2003, La Baracca, IT-Bologna; R: V. Frabetti
TSV-ID1055

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