Wer Britney Spears hört, ist kein HipHopper. Wer Eminem hört, kein Popfan. - Und wer in den 30er Jahren Swing hörte, war kein Nazi. Musik dient und diente immer der Identitätsfindung. Durch Musik kann man sich selbst definieren und sich von anderen abgrenzen. Sie bietet die Möglichkeit einer gewaltlosen Rebellion gegen die Elterngeneration.
Im Dritten Reich wurde so ein Widerstand mit Gefängnis, KZ oder Tod bestraft. Wer Swing hörte, galt als Systemgegner. Die Improvisationsfreiheit und Spontaneität der Swing-Musik widersprachen der kulturellen Gleichschaltung durch die NSDAP. Der Swing ließ sich nicht kontrollieren, deshalb sahen die Nazis eine Gefahr in ihm.
Franz Ritter erzählt in "Swing Kids" die Geschichte der Jugendlichen, die sich durch ihre Musik vom System distanzierten und sich so in Gefahr begaben. Das Stück verbindet revueartig Originaltexte aus den 30er Jahren mit Swing-Musik. Bestärkt von ihrer Liebe zur Musik werden die Swingkids zunehmend massiveren Repressionen ausgesetzt. Für einige endet ihre Liebe zur Musik schließlich in der Katastrophe.
"Der Swing ist die vielleicht beste Metapher für Freiheit, die jemals irgendeine Kultur hervorgebracht hat." (Leopold Tyrmand)
Jugend, mit Musik – 1D 2H frei zur UA
ab 12 Jahren
| Bearbeitung | Wenzel, Anna |
| Besetzungshinweis | 1 D, 2 H; ggf. 1 oder mehrere Musiker/innen |
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