Bettina Wegenast

Erwin & Frosch

Das Monster Erwin hat Rückenweh. Der Frosch hält sich für einen verzauberten Prinzen. Das trifft sich gut, denn so kann Erwin dem Frosch helfen, zu seiner Prinzessin zu kommen - und Erwin kriegt dafür das Prinzessinenbett. Ein guter Plan eigentlich. Nur leider gibt es einige Hindernisse: In der Hecke um das Schloss ist ein Prinz, ein Konkurrent für den Frosch, der erst im Wettkampf besiegt werden muss. Und dann sind da auch noch nervige Portraits und Ritterrüstungen, die sich Erwin und Frosch in den Weg stellen ...
Hier fügt sich keiner in die Rolle, die die Märchentradition für ihn vorgesehen hat: Der Prinz will die Prinzessin eigentlich gar nicht erlösen - er ist nur da, weil seine Mutter darauf besteht. Der Frosch ekelt sich vor dem Küssen, und die Prinzessin, die verliebt sich am Ende in Erwin, das Monster. Dieses voller Überraschungen steckende Stück erhält seine Spannung und seinen Witz aus dem spielerischen Umgang mit den klassischen Märchenmotiven. Die Unvorhersehbarkeit der Handlung und die vielen kleinen absurden Details machen seinen Charme aus.

"Der eine ist ein Frosch. Er behauptet steif und fest, ein verzauberter Prinz zu sein. Der andere heißt Erwin und ist ein Monster. Oder vielleicht ein angejahrter Prinz? Er jedenfalls behauptet, kein Bett zu brauchen. Obwohl das übernachten im Klavier seinen Gelenken furchtbar schlecht bekommt. [...] Das Stück bedient sich bei mindestens zwei Märchen der Gebrüder Grimm - beim Froschkönig und Dornröschen. Es setzt aber die Handlung der beiden Geschichten munter neu zusammen. Weil nämlich die Beteiligten sich immer wieder fragen, ob sie auch zur Rolle passen, für die das Märchen sie ausersehen hat. So ergeben sich köstliche Verwicklungen, angereichert mit Wortspielen und Rätseln." (Neue Luzerner Zeitung, 28.09.04)

Kinder – 1D 2H
ab 6 Jahren

Publikationl’école des loisirs, FR-Paris, 2005
ZusatzinformationWerkangabe: ein Theaterstück nach der Gute-Nacht-Geschichte „Ein Bett für Erwin“ von Bettina Wegenast
Besetzungshinweis: 1 D, 2 H oder 3 D/ H (bei Mehrfachbesetzung)
übersetzt ins Französische von Svea Winkler (Erwin & Grenouille) und ins Niederdeutsche von Cornelia Ehlers
AufführungsgeschichteUA: 24.09.04, Ond-drom, CH-Luzern; R: J. Schneckenburger (Titel: Ein Bett für Erwin)
DE: 26.11.05, Trotz-Alledem-Theater, Bielefeld; R: R. Kiekhöfer
ÖE: 09.02.06, Tiroler LT, AT-Innsbruck; R: D. Happl
Französische EA: 31.10.09, Théâtre de l’Escabeau, FR-Briare
Niederdeutsche EA: 28.11.10, Oldenburgisches Staatstheater; R: G. Vierhuff

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