Alia ist dick. Drum mögen die anderen sie nicht. Drum läuft Alia eines Tages einfach davon. Auf ihrer Reise begegnet sie einem abgemagerten Menschenfresser. Der hat keine Lust mehr, Kinder zu verspeisen. Das ist nicht normal, fanden die anderen Menschenfresser und wollten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Weil er aber niemanden mehr frisst, hat auch keiner Angst vor ihm. Und das ist für einen Menschenfresser tödlich. Alia will ihm helfen und macht sich auf die Suche nach einem Heilmittel für ihren neuen Freund.
Unterwegs begegnet sie vielen seltsamen Gesellen wie dem Gedächtnisfresser, der Zeitschluckerin, einem kleinen Männchen und der Bücherschluckerin. Die Form des Mondes deutet auf das Vergehen der Zeit hin - und darauf, wie eilig Alias Vorhaben ist. Die Bücherschluckerin schenkt ihr schließlich ein leeres Buch, das nicht essbar ist (weil nichts drin steht) - da hinein soll der Menschenfresser schreiben, wer er gerne wäre, denn Menschenfresser ist er nicht gerne. Doch er fürchtet, dass Alia ihn nicht mehr mag, wenn er ein anderer ist - und möchte einfach verschwinden. Am Ende stellen beide fest, dass sie sich durch ihre Freundschaft verändert haben: Beide sind fröhlich. Und ganz nebenbei ist Alia vom vielen Herumlaufen dünn geworden.
Die Geschichte ist sehr poetisch und philosophisch in ihrem Nachdenken über die Zeit, die Erinnerung und die Freundschaft. Ein wenig erinnern die Wanderung der Alia und ihre seltsamen Begegnungen an den "Kleinen Prinzen".
Kinder – 2D 2H frei zur DSE
ab 6 Jahren
| Übersetzung | Leib, Birgit |
| Originalsprache | Französisch |
| Besetzungshinweis | 4 D/ H |
| Buchausgabe | Édition „l’école des loisirs“, FR-Paris, 1999 |
| Aufführungsgeschichte | UA: 2000, Très Tôt Théâtre, FR-Quimper; R: D. Lurcel |
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