Pause für Pause sucht Paula, 13, Zuflucht an dem "einsamsten Ort der Schule", der Mädchentoilette im obersten Stockwerk. Während ihre Freundin Vanessa, 14, sich vor dem Spiegel schminkt oder auf dem Gang mit dem coolen Luca flirtet, versucht Paula verzweifelt in einer unter der Fensterbank versteckten Schachtel ihre Kindheit zu bewahren und mit Hilfe von Sammeltieren das Vergangene aber auch das Gegenwärtige, welches ihr immer stärker zu entgleiten scheint, am Leben zu halten.
Von der Welt ihrer allesamt in die Pubertät geratenen Mitschüler bekommt Paula, hinter den Trennwänden der Toiletten sitzend oder durch die Kabinentüren spähend, die geheimen Seiten mit: So entdeckt sie, dass Luca eigentlich der Sohn der singenden Putzfrau ist, was er verheimlicht, weil diese Mutter so gar nicht in sein Image passen will. Und sie belauscht, wie Luca plant Drogen unter ihrer Fensterbank mit ihrer Schachtel zu verstecken. Dieser Plan ruft in Paula dunkle Erinnerungen ihrer Vergangenheit wach.
Aus Angst vor dem Verlust ihrer einzigen Freundin Paula erpresst sie daraufhin Luca, damit dieser Vanessa verlässt. Doch letzten Endes ist es immer wieder Paula, die alleine zurück bleibt, während Vanessa schon wieder auf dem Weg zum nächsten Ty-pen ist, diesmal der Hochstapler Daniel.
Immer stärker findet sie in der singenden Putzfrau, die wie Paula isoliert von der Außenwelt scheint, eine Vertrauensperson. Unerwartet spielt auch deren Sohn Luca bald eine wichtige Rolle für Paula. Denn Luca findet ihre Schachtel unter der Fensterbank, die ihre Kindheit beinhaltet - und damit auch das Foto ihres älteren Bruders mit einer Todesanzeige daneben ...
Jugend, Schauspiel – 3D 2H
ab 13 Jahren
| Aufführungsgeschichte | UA: 01.05.11, Junges Staatstheater Wiesbaden; R: St. Schletter |
| Altersempfehlung | für Jugendliche |
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