Astrid Saalbach

Die Ballettstunde

(Dansetimen)

Eine Tanzstunde, welcher der Zuschauer aus einer voyeuristischen Perspektive beiwohnt.
Sieben Frauen unterschiedlichen Alters und in unterschiedlicher körperlicher Verfassung erscheinen zu ihrer wöchentlichen klassischen Ballettstunde. Die Lehrerin Anna ist eine ehemalige Primaballerina, deren Körper durch den Tanz schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, was sie nun zu überspielen versucht. Während der Unterrichtsstunde tritt Annas Macht über die Schülerinnen zutage. Diese wiederum zeigen ihre wilde, ungehemmte Liebe zu ihrem Vorbild. Und das Publikum spürt das gegenseitige Abhängigkeitsverhältnis. Die Frauen wetteifern um Annas Aufmerksamkeit und Anerkennung. Sie lobt die einen, malträtiert die anderen und lässt alle so lange tanzen, bis sie nicht mehr wissen, wer sie sind.
“Told with a sensitive humour of a kind that also exposes suffering and longing. The mutual fights, woman against woman, during the weekly dancing lesson, can appear desperately funny and turn to desperate release when they are allowed to live out their suppressed feelings.” (Viggo Sørensen, Jyllands-Posten)
“The strikingly painful deficit of warmth and love, the ambiguous motherliness, at once near and remote, the vulnerability of the bodies, and the both tragic and comic revelations of suffering endured – there’s purification in bodily suffering.” (Bettina Heltberg, Politiken)

Schauspiel – 7D 1H    frei zur DSE

ÜbersetzungReichel, Verena
AufführungsgeschichteUA: 1986, Det Kongelige Teater, DK-Kopenhagen
Norwegische EA: 10.03.87, Nationaltheatret, NO-Oslo; Tschechische EA: 26.10.95, Divadlo Labyrint, Prag, R: Karel Kříž (mehr als 14 Spielzeiten im Programm); Lettische EA; Estländische EA; Litauische EA; Slowakische EA
OriginalspracheDänisch

Wenn Sie sich als Nutzer anmelden, können Sie hier online Ansichtsexemplare bestellen.