Rike Reiniger Max Reiniger

Die Unsterblichen

Als junge Leute kämpfen Anna und Paul gleichermaßen um besetzte Häuser wie um die erste Liebe, scheitern an beidem und ziehen aus dem Scheitern unterschiedliche Konsequenzen. Paul begreift den Tod als ultimativ radikalen Akt der Systemverweigerung, während Anna sich mit den Widersprüchen arrangiert und die Schönheit des Lebens sucht.
Eine Generation später treffen die beiden in einem imaginierten Jenseits aufeinander und stellen die politischen Ideale und die Leidenschaft von damals auf den Prüfstand der aktuellen sozialen Bruchstellen. Jetzt geht es um die Macht von supranationalen Konzernen, um Punk-Musikerinnen in einem Schauprozess und um die Suche nach Solidarität in der digital vernetzten Welt. Doch das Scheitern bleibt das gleiche. Das System des Gewinner-Verlierer-Spiels scheint wie ein Naturgesetz zu funktionieren. Die Frage ist nur, welcher der konträren Lebensentwürfe sich dadurch rechtfertigt.

PAUL: Ich habe das, was wir angefangen hatten, mit Konsequenz zu Ende geführt. Anna, erinnerst du dich? Wir wollten den kommenden Aufstand! Wir wollten raus aus dem System!

ANNA: DAS WAR DOCH NUR DIE PUBERTÄT! (…)

PAUL: Anna! Ich bin gegangen, als es am Schönsten war.

STIMME: (aus dem Off) Das kannst du gar nicht wissen.

Jugend, Schauspiel – 1D 1H    frei zur UA

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