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Premieren

So ◊ 1.8.2021
Hof-Theater-Tromm

Ich bin nicht Siegfried
von Jürgen Flügge
Premiere

Di ◊ 3.8.2021
Theater im Gärtnerviertel

Cyrano
von Edmond Rostand/ Jo Roets/ Greet Vissers
Wiederaufnahme

Sa ◊ 7.8.2021
Regionentheater aus dem schwarzen Wald

Die große Erzählung
von Bruno Stori
Wiederaufnahme

Fr ◊ 20.8.2021
Burghofbühne Dinslaken

Das Gesetz der Schwerkraft
von Olivier Sylvestre
Gastspiele

Sa ◊ 28.8.2021
Ensemble Phoenix

Der Theaterkoch
von Reinhold Massag
Premiere

Fr ◊ 3.9.2021
Urania Theater

Gegen die Demokratie
von Esteve Soler
Deutsche Erstaufführung

So ◊ 5.9.2021
Theater Münster

Das Gesetz der Schwerkraft
von Olivier Sylvestre
Wiederaufnahme

» alle Premieren
Deutschsprachige Erstaufführung
Daniël van Klaveren  Mozarts Schwester
Hans Otto Theater, Potsdam

Im Schatten des berühmten Bruders

„Mozarts Schwester“ hatte Premiere am HOT
Was für eine Zumutung: Eine Frau, die Violine spielt und sich dazu im Takt der Musik wiegt. Ob dieser optischen Reize kann sich nun wirklich kein Mann mehr auf die Musik konzentrieren – findet zumindest die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. Maria Anna Mozart, die ältere Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart, hat unter dieser sexistischen Denkweise gelebt und gelitten. Das Theaterstück „Mozarts Schwester“, das am gestrigen Donnerstagvormittag in der deutsch[sprachigen Erst]aufführung in der Reithalle des Hans Otto Theaters Premiere feierte, erzählt davon.
Maria Anna ist 1751 geboren, wird von allen Nannerl genannt und lernt bereits früh das Klavierspiel. Sie ist talentiert, spielt auch schwierige Stücke problemlos. […] Sie ist die Erzählerin des Stückes, das Regisseurin Milena Paulovics nach dem Text von Daniël van Klaveren unterhaltsam flott für drei Personen inszeniert. […]
Das clevere und ästhetisch ansprechende Bühnenbild von Juan León erlaubt schnelle Szenen¬wechsel: Übergroße Noten werden je nach Bedarf zu einer Kutsche, einem Klavier oder dem Bett. Lange Bahnen mit Notenlinien zur Rutsche. Durch seine Einfachheit entfrachtet es das Stück, bedarf nicht noch zusätzlicher Aufmerksamkeit. Das gut gelaunte Spiel des Ensembles rückt dadurch in den Vordergrund. Besonders eindrücklich ist die Szene, in der Leopold Mozart Maria Anna das Geigenspiel verbietet, weil es bei Wolfgangs Förderern Anstoß erregt und weil sie nun mal ein Mädchen ist. Fuchsteufelswild wird Nannerl deswegen, doch der Widerstand nutzt nichts: Sie wird in den Hintergrund gedrängt, Wolfgang als Wunderkind bis zur Erschöpfung herumgereicht.
Auch diese Erschöpfung zeigt das Stück. Den liebesbedürftigen Jungen, der die Schwester vergöttert und ohne sie eigentlich überfordert ist.

Potsdamer Neueste Nachrichten 17.01.2020
http://www.pnn.de/kultur/mozarts-schwester-am-hans-otto-theater-im-schatten-des-beruehmten-bruders/25442822.html

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