English    


Aktuelles

Brecher, die die Welt bedeuten

Zum Wort des Jahres 2021 » mehr

Von wegen DANKfest

Drei Stücke über (Un)Dankbarkeit » mehr

Herzogs Höhenflüge

Wolfgang Sréters neuer Roman » mehr

62. Münchner Bücherschau

Digitale Lesung mit Cornelia Funke » mehr

Mauern fliegen in die Luft

Buchpräsentation der Anthologie neuer spanischsprachiger Dramatik in Berlin – u.a. mit Santiago Sanguinetti, DIE EWIGE WIEDERKEHR DER REVOLUTION IN DER KARIBIK » mehr

Help!

Am 11. November wird eines hilfsbereiten Mannes gedacht » mehr

Rishi

Lesung am Origin Theatre in New York » mehr

Gruseliges im Herbst

Am 31. Oktober ist Halloween » mehr

Homebound

Werkstattinszenierung der internationalen Minidramen » mehr

Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2021

Auszeichnung für Andreas Jandl » mehr

Premieren

So ◊ 12.12.2021
Volkstheater Rostock

Schaf
von Sophie Kassies
Premiere

So ◊ 12.12.2021
TheaterGrüneSoße

Ox & Esel
von Norbert Ebel
Wiederaufnahme

Mo ◊ 13.12.2021
T:K – Theater in Kempten

Ox & Esel
von Norbert Ebel
Premiere

Sa ◊ 18.12.2021
Pfalztheater Kaiserslautern

Ox & Esel
von Norbert Ebel
Premiere

Sa ◊ 18.12.2021
Theater 7ieben&7iebzig

Der Tütendrache
von Susanne Sterzenbach
Österreichische Erstaufführung

So ◊ 19.12.2021
Freies Theater Tempus fugit

Elisa und die Schwäne
von Catharina Fillers
Premiere

Di ◊ 4.1.2022
Kleines Theater Bad Godesberg

Bald ruh’ ich wohl
von Andreas Gruhn
Premiere

Mi ◊ 12.1.2022
Junges Staatstheater Braunschweig

Djihad
von Ismaël Saidi
Wiederaufnahme

» alle Premieren
Bild
© Armin S. Kowalski

Auf Ötzis Spuren

30 Jahre „Mann aus dem Eis“

Am 19. September 1991, vor genau dreißig Jahren also, macht ein Ehepaar beim Wandern in den Ötztaler Alpen einen sensationellen Fund: In der Nähe des Hauslabjochs unweit der italienisch-österreichischen Grenze taucht eine Leiche aus dem Gletschereis auf.
Nachdem die hinzugerufenen Behörden zunächst von einem verunglückten Touristen ausgehen, stellt sich bei anschließenden Untersuchungen heraus, dass die Eismumie deutlich älter sein muss. Heute wissen wir: Der Mann aus dem Eis, der mittlerweile weithin als Ötzi bekannt ist, lebte vor etwa 5.300 Jahren. Eine Sensation! Noch nie wurde ein derart alter menschlicher Körper gefunden – und dann auch noch in so gut erhaltenem Zustand. Die größten Schäden an der Leiche stammen von ihrer reichlich unfachmännischen Bergung und dem anschließenden Transport.
In den Jahren und Jahrzehnten, die auf diese ersten, aufregenden Tage folgen, kommen immer neue Erkenntnisse über Ötzi ans Licht. Wier er ausgesehen haben könnte (siehe Foto) ließ sich anhand seines Skeletts rekonstruieren. Wer als Nachfahr:in des Eismannes infrage kommt, konnte dank DNA-Analyse festgestellt werden. Für Aufsehen sorgte dann aber Jahre nach dem Leichenfund die zufällige Entdeckung einer Pfeilspitze in Ötzis linker Schulter, die nur einen Schluss zuließ: Der Mann vom Tisenjoch wurde hinterrücks ermordet.
Doch es gibt noch immer so vieles, das wir nicht wissen über diesen Mann aus dem Eis, und das wir vielleicht auch niemals mit Sicherheit werden sagen können. Was wollte er so völlig auf sich allein gestellt in über 3.000 Metern Höhe? Wer hat auf ihn geschossen und warum? Wem galten seine letzten Gedanken?
Unser Autor Christian Schönfelder geht anlässlich des 30. Jubiläums mit seinem neuen Stück auf Spurensuche. In Auf Ötzis Spuren forscht er nach, was wir eigentlich über ihn und sein Leben wissen – und vielleicht von ihm für unser eigenes lernen können. Das Stück kommt am 26. November am Theater des Kindes in AT-Linz zur Uraufführung und ist noch frei zu Deutscher und Schweizer Erstaufführung.

Christian Schönfelder
Originalfoto via flickr