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Premieren

Di ◊ 1.2.2022
La Grenouille – Theater­zentrum junges Publikum

Wolf
von Theo Fransz
Französischsprachige Erstaufführung

Sa ◊ 5.2.2022
Tiroler Landestheater

Das Cabinet des Doktor Caligari
von Toni Matheis/ Raymund Huber/ Wolfgang Sréter
Österreichische Erstaufführung

Sa ◊ 12.2.2022
Vereinigte Bühnen Bozen

Die Weiße Rose
von Jutta Schubert
Italienische Erstaufführung

Sa ◊ 12.2.2022
Saarländisches Staatstheater

Wanda Walfisch
von Davide Calì/ Sonja Bougaeva/ Anna Wenzel
Deutschsprachige Erstaufführung

So ◊ 13.2.2022
Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Wutschweiger
von Jan Sobrie/ Raven Ruëll
Premiere

Sa ◊ 19.2.2022
Theater Eisleben

Freie Wahl
von Esther Rölz
Premiere

Sa ◊ 5.3.2022
Theater 7ieben & 7iebzig

Im Zustand der Schwerelosigkeit
von Rike Reiniger
Uraufführung

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Bild
© Neukirch

Brecher, die die Welt bedeuten

Zum Wort des Jahres 2021

Wenig überraschend hat sich die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) auch in diesem Jahr wieder entschieden, ein Wort mit Corona-Bezug zum Wort des Jahres zu erwählen. Nach dem sehr nüchternen Sieger des vergangenen Jahres („Corona-Pandemie“) ist es also nun ein Begriff geworden, der schon lange existiert und erst in den letzten knapp zwei Jahren mit neuer Bedeutung aufgeladen wurde: „Wellenbrecher“.
Mit diesem neuen Wortsinn werden bekanntlich Maßnahmen (und auch Personen) gemeint, die zur Eindämmung der Pandemie beitragen – oder das zumindest sollen. Ursprünglich stammt das Wort aber natürlich aus dem Wasserbau, wo es, sachlich und unumwunden, wie die deutsche Sprache eben ist, eine Konstruktion bezeichnet, die Wellen bricht. Neben der Mole, die man oft zum Schutz von Hafenanlagen vorfindet, zählt die sogenannte Buhne (Foto unten: eine Buhne an der portugiesischen Atlantikküste) hierbei zu den häufigsten Bauformen.
„Buhne“ wiederum bedeutet zunächst einfach „Uferschutzanlage“ – und klingt vielleicht nicht nur zufällig ähnlich wie „Bühne“: Eine etymologische Verwandtschaft konnte bisher nicht ausgeschlossen werden. Und der Umstand, dass mit Buhne ursprünglich „Lattenwerk“ bezeichnet wurde, spricht wohl auch für diese Annahme, denn schließlich besteht ja auch eine Bühne aus Latten, oder eben „Brettern, die die Welt bedeuten“.
Hoffen wir nur, dass all die Pandemie-Molen und -Buhnen sich bald auch wieder schützend vor unsere Bühnen stellen, damit schnellstmöglich wieder vor möglichst großem Publikum gespielt werden kann. Bis dahin heißt es wohl leider nur geduldig warten und selber Wellenbrecher:in sein.