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120. Todestag des Räuber Kneißl

„D’Woch fangd guad o.“ So soll Mathias Kneißl der Legende nach auf die Verkündung seines Todesurteils reagiert haben, in einer anderen Variante auf die Nachricht von seiner abgelehnten Begnadigung. Am wahrscheinlichsten scheint jedoch, dass die Anekdote sich so nie zugetragen hat. Dass sie dennoch existiert und der Ausdruck sich in Bayern sogar zum geflügelten Wort gemausert hat, zeigt, welchen Stellenwert der als „Räuber Kneißl“ bekannte Mathias Kneißl in seiner Heimat weiterhin hat.
Räuber – Mörder – Volksheld, so könnte man den „Schachenmüller-Hiasl“ zu umschreiben versuchen. Denn trotz seiner Verbrechen war dieser in der Bevölkerung durchaus nicht unbeliebt, galt er ihnen doch als Rebell, der die vielerorts verhasste Obrigkeit vor- und an der Nase herumführte. Letztlich wurde er jedoch, veraten von der eigenen Cousine und früheren Geliebten, im Frühjahr 1901 von 150 Mann gestellt und festgenommen, um schließlich am 21. Februar 1902 guillotiniert zu werden.
Schon zu Lebzeiten legendär, hat die Geschichte des Räuber Kneißl seither zahlreichen Eingang in Literatur, Theater, Film und auch Musik gefunden. In unserem Programm findet sich etwa das Kinderstück MEIN BRUDER, DER RÄUBER KNEISSL von Christian Schönfelder mit Liedtexten von Georg Ringsgwandl (2 D, 3 H; 9+).

Schönfelder/ Ringsgwandl, MEIN BRUDER, DER RÄUBER KNEISSL