Jeremy Menekseoglu

Ismene

So lange Ismene denken kann, war ihre Familie vom Schicksal verfolgt. Und jetzt, da ihre Brüder im Kampf um die Herrschaft in Theben gefallen sind und Antigone, ihre Schwester, sich erhängt hat, ist die Reihe an ihr. Als letzter Spross der Familie des Oedipus' wird Ismene für das Unheil verantwortlich gemacht. Kreon, ihr Onkel, der Verwalter des Königsthrones in Theben, schickt seine Nichte deshalb in die Verbannung. In einer Schule für aufsässige junge Frauen soll sie ihr Dasein fristen, bis das Schicksal zuschlägt. Aber Ismene ist anders als ihre Schwester Antigone: Sie will keine weltliche Macht, sondern das Schicksal bezwingen, indem sie seine Allmacht in Frage stellt und auf Vernunft und Überlebenswillen vertraut. Ob sie es am Ende schafft, bleibt zu fragen.

"'Ismene' delivers the other side of an old legend." (Chicago Tribune, 09.01.04)

"[The play] draws on the historic drama but sets a modern scene in which to ask new questions about immortal themes." (South Bend Tribune, 20.02.05)

"Although feminism is a main theme of 'Ismene', the fundamental struggles are existential. Ismene and her friends do not only defy the domineering men in their lives but also the gods themselves." (Truth, 22.02.05)

Schauspiel – 5D 1H
ÜbersetzungEhlers, Anke
OriginalspracheEnglisch
ZusatzinformationAuszeichnungen: 2005, Critics Pick, Chicago Tribune > 1999, Moscow Art Theatre Jury Award (Playwriting) > 1996, 1995, 1994, Best in Playwriting, Festival of Original Plays
AufführungsgeschichteUA: 08.01.04, Dream Theatre Company, US-Chicago; R: M. Kuziko
DSE: 03.11.11, Schauspielgruppe Spiel-Betrieb, Stuttgart; R: A. Braun/ R. Puhane
TSV-ID1230

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