Esther Rölz

Rattenklatschen

Die schwangere Lehrerin Saskia findet in der Schulpause eine halbtote Ratte zwischen den beiden Hälften ihres Frühstücksbrötchen. Als der Schüler Ben in den Klassenraum zurück kommt, verdächtigt sie ihn, hinter dem Streich zu stecken. Zwischen den beiden entwickelt sich ein angespanntes Gespräch, in dem das Verhalten beider auf eine harte Probe gestellt wird. Stück für Stück entfalten sich Wahrheiten, die viele Fragen aufwerfen. Hat Ben etwas mit dem schweren Autounfall von Saskias Freund zu tun? Ist die Beziehung von Saskia zu Ben mehr als nur die einer Lehrerin zu ihrem Schüler? Immer stärker bröckeln die Fassaden der beiden Figuren, deren Leben sich normalerweise in verschiedenen Welten abspielen. Esther Rölz hat mit Rattenklatschen einen einfühlsamen Dialog geschaffen, der sich subtil zwischen den Grenzen von Distanz und Nähe, Vertrauen und Verrat bewegt. Rölz erweitert den Text um eine weitere Ebene, indem sie in metaphorischen Puppenszenen Märchenmotive aufgreift.

"Der ganz normale Wahnsinn: Jeder geht seinen Weg, die eine macht ihren Job, tagtäglich, der andere hängt rum, ist halt ein Jugendlicher mit ein paar Problemen. [...] Jeder zieht seine eigenen Kreise. Manchmal allerdings kommt es zu Begegnungen, da bricht die Fassade, bröselt die Ego-Panzerung und zwei Menschen kommen sich plötzlich sehr nahe, vielleicht zu nahe. Im Leben, oder im Theater. [...] Esther Rölz schildert in 'Rattenklatschen' ein solches Zusammentreffen zweier ungleicher, unglückselig miteinander verbundener Personen." (Badische Neueste Nachrichten, 23.09.08)

Jugend, Klassenzimmerstück – 1D 1H
ab 14 Jahren
Werkangabenein Stück – auch im Klassenzimmer spielbar
AufführungsgeschichteUA: 21.09.08, BLB, Bruchsal; R: P. Derks
PublikationStückabdruck in: mykenae Nr. 6, 2008
ZusatzinformationAuszeichnung: 2008, dm-Autorenpreis
TSV-ID1290

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