Jan Sobrie Joris van den Brande

Bomben in der Suppe

(Zolderling)

"'Wenn man viel Phantasie hat, ist man immer in guter Gesellschaft.' Das sagt Joris. Und wer weiß es besser als er? Ein Junge irgendwo zwischen Kind und Mann, ein Pubertierender, der mehr versteht, als er selber vermutet.
Sein Bruder ist verunglückt, seine Eltern gerade dabei, sich zu trennen. Joris sitzt auf dem Dachboden und erzählt sich Geschichten. Er will alleine sein, weil sowieso alle, die er mag, irgendwann abhauen und ihn verlassen. Und wenn man niemanden richtig gerne hat, kann man auch niemanden vermissen, sagt er sich. Da taucht Jan auf, ein etwas spinnerter Schulfreund mit einem Faible für Mädchen. Liebeserklärungen übt der vor Spiegeln und Luftballons, seine Lust befriedigt er beim Fotografieren der Angebeteten. Und was so seltsam destruktiv klingt, ist dennoch die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft.
Die Schauspieler Jan Sobrie und Joris Van den Brande von der Brüsseler Theaterkompanie 'Bronks' steigen voll ein in die Gefühls- und Geisteswelt junger Männer, die nicht gerade zur Peer-Group der coolsten Oberschüler gehören. Dabei sind sie wirklich zu bemitleiden in ihrem so hoffnungslos scheinenden Selbstfindungsprogramm, das Leben heißt."
(Tageblatt Nr. 41, Luxemburg, 17./18.02.07)

Jugend – 2H
ab 12 Jahren
ÜbersetzungBuri, Barbara
OriginalspracheFlämisch
ZusatzinformationAuszeichnungen: 2003, nominiert für den Großen belgisch-niederländischen Theaterfestivalpreis > 2003, Niederländisch-Deutscher KiJuThPreis Kaas & Kappes (3. Preis)
AufführungsgeschichteUA: 18.01.03, BRONKS, Theater Antigone, BE-Brüssel; R: T. Weyngaert
DSE: 20.04.12, WLB, Esslingen; R: A. D. Weber
TSV-ID1283

Ein Ansichtsexemplar können Sie über theatertexte.de anfordern. Oder Sie nutzen unser .