Marco Baliani

Saturnus

Ein junger Mann lernt ein Mädchen kennen. Sie kommt von jenseits der Grenzen, aus einem Land, in dem man Blumen liebt. Doch in der Welt seines Vaters herrschen Krieg, Härte und Tradition. Für Liebe ist hier kein Platz: Starr hält der Vater an seinem Weltbild fest, der Sohn darf in seiner Individualität nicht reifen und nicht lieben, sondern soll in den Krieg gegen das Volk der Geliebten ziehen.

"'Saturnus' fordert zum kritischen Umgang mit der Tradition auf, mit überlieferten und sanktionierten Verhaltensweisen. Ein Thema also nicht nur für die Söhne, die - ein uraltes Theatermotiv - immer wieder an ihren Vätern scheitern. [...] Balianis Stück überlässt es den Zuschauern, eine eigene Haltung zum theatralisch so eindringlich vorgetragenem Thema und seiner Aktualität zu finden." (Die Deutsche Bühne, 01/1996)

"Balianis 'Saturnus' ist nicht nur eine Fabel über Vater-Sohn-Konflikte, über elterliche Projektionen und kindlichen Widerstand. Es zeigt auch die tödlichen Konsequenzen destruktiver Machtfantasien und Abwehrmechanismen, die aus der Angst vor Neuem und Fremdem resultieren." (Esslinger Zeitung, 20.02.01)

Jugend, Schauspiel – 1D 1H
ab 14 Jahren
ÜbersetzungKorn-Wimmer, Brigitte
OriginalspracheItalienisch, Englisch, Französisch
PublikationStückauszug abgedruckt in: Die Deutsche Bühne, 01/1996
Besetzungshinweis2 D, 3 H oder 1 D, 1 H (bei Mehrfachbesetzung) (Bei der UA: 1 D, 1 H, Figuren und Stimmen)
AufführungsgeschichteUA: 1989, Steirischer Herbst (Auftragsarbeit), AT-Graz; R: M. Baliani
DSE: 10.02.01, WLB, Esslingen; R: N. Kalmbach
TSV-ID1011

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