Olafur Haukur Símonarson

Rost

(Bílaverkstædi Badda)

Schauplatz der Handlung ist eine Autowerkstatt in Island. Die wenigen Menschen, die sich dort aufhalten, scheinen durch ein Geheimnis aus der Vergangenheit miteinander verbunden zu sein. Mit dem Besuch eines ehemaligen Automechanikers spitzt sich die Situation in der Werkstatt zu. Es wird klar, dass jener Besucher den Schlüssel zur Vergangenheit besitzt, die wie in einem Krimi am Ende aufgedeckt wird.

"Dieser Abend entlässt einen tiefbewegt: Wenn da am Ende ein Feuerzeug klickt, zerreißt es einem fast das Herz." (Radio 1, 1998)

"Tatsächlich beherrscht der isländische Autor nicht nur sein Handwerk, er weiß auch mit allen Klischees der Trivialliteratur gut und geschickt umzugehen. Für das Theater ist das zweifellos eine reizvolle Aufgabe, hinter den Klischees die Menschen, die Stimmung, die Atmosphäre der bizarren Landschaft zu entdecken, die archaischen Grundmuster von Liebe, Eifersucht, Verrat und Rache freizulegen. [...]
Interessant bleibt die Entdeckung, dass in den nordeuropäischen Literaturen erfolgreich mit Geschichten gearbeitet wird, die einerseits Menschen in den tradierten 'ewigen' Verstrickungen des Lebens zeigen, andererseits versuchen, die spezifische Landschaft, auch das spirituelle Klima einer Landschaft in die Geschichte einzubringen, oder im besten Fall die Geschichten aus diesem Klima entstehen zu lassen. Das liefert, wie man auch hier sieht, Futter für Schauspieler, eine Herausforderung." (Theater der Zeit, 05-06/1998)

Schauspiel – 1D 5H
ÜbersetzungKloes, Gudrun M. H.
OriginalspracheIsländisch
WerkangabenDrama
ZusatzinformationVerfilmung: 1990, Verfilmung von Lárus Ýmir Òskarsson (Island)
AufführungsgeschichteUA: 1987, NT, IS-Pjódleikhúsid; R: Þ. Sigurðsson
DSE: 07.03.98, Hans Otto Theater, Potsdam; R: R.-G. Krolkiewicz
TSV-ID1069

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