Jule Ronstedt

Südseekeller

Alles sollte perfekt sein: Südseeurlaub, Familienidyll, neidische Nachbarn und Freunde. Doch dann kommt alles anders: Der Vater verliert seinen Job. Die Luxuswünsche von Frau und Tochter kann er nicht mehr erfüllen. Aber: Wie macht man keinen Südseeurlaub und steht trotzdem noch gut da vor den Bekannten? Ganz einfach: Man versteckt sich einen Urlaub lang im Keller und tut so, als wär man in der Südsee.

"In der Schauburg stehen nun Mutter und Tochter in schicker Reisemontur mit fetten Koffern oben am Kellertreppenabsatz, Papa soll sich doch bitte beeilen, das Taxi warte. Und der: Familie pleite, Ferien diesmal hier im Keller. Dann merken es die Nachbarn nicht.
Wie da die Gattin ehefraulich ihre Enttäuschung, ihre Scham - Vertrauensbruch! Versager! Immer schon gewusst! - explodieren lässt, wie die Tochter in aggressiv wippendem Petticoat ihre Teenie-Wut dem Vater entgegenkrächzt und der bedripst, aber doch standhaltend, Schlafmatten und Minikühlschrank ranschleppt - das ist emotional hinreißendes Theater mit sprachlichem Original-Ton direkt aus dem Zentrum der Familienkrise." (Münchner Merkur, 11.06.07)

"Das Ereignis selbst ist so tragisch wie seine theatrale Umsetzung leicht und vergnüglich ist." (Süddeutsche Zeitung, 11.06.07)

Kinder – 2D 2H
ab 10 Jahren
Werkangabenein Familienurlaub mit Musik
Zusatzinformationübersetzt ins Ungarische von Ildikó Frank (Déltengeri Pince)
Auszeichnung: 2008, im Stückepool von Kaas & Kappes
Besetzungshinweis2 D, 2 H, 2 Musiker (bei Mehrfachbesetzung)
AufführungsgeschichteUA: 08.06.07, SchauBurg, München; R: J. Ronstedt
Ungarische EA (in deutscher Sprache): 29.11.11, Deutsche Bühne Ungarn, HU-Szekszárd; R:C. Neuberger
TSV-ID1270

Ein Ansichtsexemplar können Sie über theatertexte.de anfordern. Oder Sie nutzen unser .